Gelungenes Kulturprogramm auf der Luisenhütte

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Die Theatergruppe Titanick in Aktion.

BALVE ▪ Wenn es an der Luisenhütte in Balve-Wocklum heißt „Luise heizt ein“, dann versucht der Märkische Kreis als Veranstalter das technische Kulturdenkmal mit einem außergewöhnlichen Programm in einen Zusammenhang zu bringen. Das ist am Samstag perfekt gelungen.

Auch wenn die Witterung einige Besucher abgehalten haben mag, diejenigen, die den Weg zur Hütte gefunden hatten, wurden vortrefflich unterhalten.

Der Experimentierpark, die Forscherwerkstatt, die sachkundigen Führungen durch das Denkmal und als absoluten Höhepunkt: die Hochofensinfonie des Theaters Titanick. Schon bevor die ersten metallischen Klänge des vielfach prämierten Ensembles das Publikum faszinierten, war der Kontext zur Luisenhütte hergestellt. Die Künstler thronten auf mehreren stählernen Bühnen, die mit einer Vielzahl von metallischen Gegenständen bestückt waren. Dass hier tatsächlich Musik entstehen sollte, schien abwegig – zumal die Szenerie skurrile Endzeitstimmung erzeugte. Als die außergewöhnlichen, schauspielenden Musiker dann die ersten Takte anstimmten, wich die Skepsis schlagartig und Bewunderung machte sich breit. Egal ob Jung oder Alt, die Besucher waren von der unvergleichlichen Darbietung schier überwältigt. Bizarr aber harmonisch, klassisch aber irgendwie modern, von einer anderen Welt aber doch mit der Luisenhütte verbunden. So könnte man die atmosphärische Show versuchen zu beschreiben. Martina Kretschmer, Leiterin des Fachdienstes Kultur des Märkischen Kreises und mitverantwortlich für die Organisation, war keine Ausnahme und zollte allen Künstlern und Mitwirkenden ihren Respekt. „Sie haben es geschafft, dass der Regen nebensächlich wurde. Dass passend zum Start des ersten Auftritts des Theaters Titanick die Sonne durchkam und eine ganz besondere Atmosphäre auf die Bühnen zauberte, entschädigte für das ansonsten schlechte Wetter.“

Fotostrecke zum Thema:

"Luise heizt ein" in Wocklum

Das Event „Luise heizt ein“, das am Samstag bereits zum siebten mal an der Luisenhütte stattfand, allein auf den Programmhöhepunkt zu reduzieren, wäre den anderen Mitwirkenden gegenüber unfair. Für die Kinder bot sich rund um das Denkmal eine Vielzahl von Möglichkeiten, physikalische Gesetze und technische Zusammenhänge zu erleben und zu begreifen. Den Forscherdrang des Nachwuchses konnte auch der Regen nicht eindämmen. Dementsprechend zufrieden war das Organisationsteam mit den rund 1000 Besuchern, die trotz der Witterung ihren Besuch mit Sicherheit nicht bereuen mussten.

Weitere Fotos:

Der Bote unterwegs: Luise heizt ein

Ein weiteres musikalisches Highlight bildete das Quartett „Volle Kanne“, dass zu später Stunde die Luisenhütte in ihren Konzertsaal umfunktionierte. „Es war schön zu sehen, welch’ tolle Stimmung herrschte und wie die Leute mitgingen“, drückte Martina Kretschmer ihr Begeisterung für die Vollblutmusiker aus, die es im Schatten des Hochofens noch richtig krachen ließen. ▪ Markus Jentzsch

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