Gelungene Zeitreise

Die Aussteller zeigten sich in der Gewandung von vor 100 Jahren, was die Zeitreise und das Flair perfekt machten.

BALVE ▪ Wie vor 100 Jahren wurde gestern rund um die St.-Blasius-Kirche das 100-jährige Bestehen des jüngsten Teils von diesem Gotteshaus gefeiert. Von Julius Kolossa

Es war eine gelungene Zeitreise, die vom Bauverein St. Blasius organisiert worden war: 45 Aussteller in historischer Gewandung stellten verschiedene Gewerke vor und unterhielten mit ihrem Angebot.

Eröffnet wurde das Pfarrfest nach der Stadtprozession mit einem Platzkonzert vom Musikverein Balve. Danach stand Groß und Klein das weitläufige Gelände vor der Kirche zur Verfügung. Auch im Gotteshaus waren an diesem Tag der offenen Tür alle willkommen, so bei Vorführungen des Männerchores.

Knifflig war das Lösen eines Kriminalfalls für Kinder, die sich an anderer Stelle als Kegler, Dosenwerfer sowie Armbrustschießen versuchen durften. Auch weitere Angebote wie Kasperletheater und Spiele wurden für sie durchgeführt.

Es war für die ganze Familie ein Spaziergang, der es in sich hatte, ging es doch heiß her bei den Schmieden, filigran bei den Glasmalern, und feucht bei der Feuerwehr. Diese zeigte in historischer Arbeitskleidung die Bedienung einer alten Pumpe und auch den Ablauf einer Wasserkette zum Löschen eines Feuers. „Die Bevölkerung ist aufgefordert, sich anzuschließen“, ermahnte Wehrleiter Klaus-Peter Engel die Schaulustigen, mit anzufassen. Einige kamen dieser Aufforderung nach. Die alte Pumpe in Bewegung zu setzen, erforderte viel Muskelkraft. „So war es früher“, war so mancher beeindruckt.

Historisch waren zudem die Darbietungen von Schlosser, Dachdecker, Stukkateur und Friseur – frisch dagegen das Bier. Dunkel floss es aus dem Zapfhahn und schmeckte; ebenso die selbst gemachten Kräuterliköre.

Gut besucht war der Pavillon neben dem Getränkestand, über große Aufmerksamkeit freuten sich auch die Männer und Frauen am Holzofen, Grill- und Waffelstand sowie in der Caféteria.

Gefragte Fotomotive waren die Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes, die zeigten, wie damals geholfen wurde, aber auch die Damen und Herren, die in den zeitgemäßen Kleidern und Anzügen flanierten.

Alte Bilder wurden an der Kirche gezeigt, historische Lieder auf der Drehorgel gespielt, und Unterricht sowie Tänze gezeigt. Versteigert wurde die vor Ort gebaute Nachbildung der Kirchturmspitze.

Auch der Glaube kam nicht zu kurz: „Meine Berufung“ hießen zwei Gesprächszeiten mit Pastor Stefan Siebert und Diakon Wilhelm Grothe. Bibelgeschichten für Kinder wurden erzählt, ein Film der Kolpingfamilie über die Pfarrkirche gezeigt.

Der Abschluss war das „Abendlob“ am Feuer vor dem Ehrenmal. Pfarrer Andreas Schulte, Leiter des pastoralen Teams, bedankte sich bei allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen hatten.

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