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Gelände endlich verkauft: Auf dem Grundstück des ehemaligen Haus Schulte tut sich etwas

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Von: Julius Kolossa

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Auf dem Gelände des ehemaligen Haus Schulte fanden zuletzt Rodungsarbeiten statt. Ein Makler hat das Grundstück viele Jahre nach dem Abriss des früheren Gastrobetriebes verkauft.
Auf dem Gelände des ehemaligen Haus Schulte fanden zuletzt Rodungsarbeiten statt. Ein Makler hat das Grundstück viele Jahre nach dem Abriss des früheren Gastrobetriebes verkauft. © Kolossa, Julius

Jetzt kann an der Mendener Straße in Volkringhausen etwas Neues entstehen. Das etwa 3400 Quadratmeter große Gelände, auf dem das ehemalige Haus Schulte stand, ist jetzt von einem heimischen Makler verkauft worden.

Über den Käufer wurde auf Nachfrage der Redaktion nichts bekannt. Dieser plane auf dem Grundstück erneut einen gastronomischen Betrieb zu realisieren, erklärte der Makler einzig. Noch aber liegt das Gelände weiterhin brach.

2013 war Haus Schulte abgerissen worden, in der Folge wucherte die Fläche nach und nach immer mehr zu. Im März wurde abgeholzt und gemäht, auch Vermessungsarbeiten fanden statt. Damit ist der Zustand von vor neun Jahren wiederhergestellt worden. Nun bleibt abzuwarten, ob und wann erste Arbeiten auf dem Gelände beginnen.

Haus wurde 1901 fertiggestellt

Noch in Erinnerung ist vielen Volkringhausenern „ihr“ Haus Schulte. Es war das erste Haus im Dorf, in dem viele Stammtische ihren Platz hatten und in dem der Männergesangverein (MGV) Cäcilia probte. Laut Chronik des MGV wurde dieses Haus 1901 fertiggestellt. Viele Jahre war das Wirtsehepaar Zorbas aus Griechenland der Pächter, hatte sich einen guten Namen gemacht. Plötzlich allerdings war die Familie Anfang der 1990er-Jahre weg. Seitdem verfiel das Gebäude, das 1994 an auswärtige Investoren verkauft wurde, immer mehr.

Ab und zu war die Feuerwehr zu Gast, um Brände zu löschen, die in diesem als sogenannter „Lost Place“ bekannten Haus von Unbekannten bei ihren Erkundungstouren gelegt wurden. Als im März 2013 im Dachgeschoss ein Brand gelegt worden war, verhinderte nur das schnelle Eingreifen der Feuerwehr, dass das Haus bis auf die Grundmauern abbrannte. Anschließend wurden zur Verkehrssicherung Schutzzäune errichtet, damit eventuell herabfallende Teile des Hauses niemanden gefährden. Im September 2013 rollten die Abbruchbagger an, danach erfolgte die Vermarktung des Geländes durch verschiedene Makler.

Investorenmodelle gescheitert

Immer wieder kamen verschiedene Investorenmodelle wie die Errichtung von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern auf, die bislang jedoch alle nicht verwirklicht wurden. Nun aber ist das im Dorf immer noch als Haus Schulte bekannte Gelände definitiv verkauft worden.

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