Gekommen, um zu bleiben: Dr. Paul Stüeken zurück in Balve

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Dr. Paul Stüeken junior (sitzend) zusammen mit seinem Vater und dem Team der Mitarbeiterinnen. Seit Anfang September ist der 38-Jährige zurück in Balve.

Balve - Dr. Paul Stüeken junior ist wieder zu Hause. Der 38-jährige und damit das älteste von sechs Kindern von Dr. Paul Stüeken hat in dieser Woche seine Mitarbeit in der Praxis seines Vaters und Dr. Gregor Tschuk begonnen. Oder besser gesagt in „meiner zweiten Heimat“, wie der junge Arzt die Praxisräume am Drostenplatz nennt.

„Schon als Kind war ich immer mit auf Hausbesuchen.“ Für ihn stand nach dem Abitur am Walram-Gymnasium fest, dass er Medizin studieren werde: „Ich wollte nie etwas anderes machen.“ Nach seinem Studium in Halle an der Saale und seinem Facharzt in Allgemeinmedizin im Januar dieses Jahres, kehrte er jetzt zurück zu seinen Wurzeln. 

Wiedersehen mit vielen Bekannten 

Ab sofort sieht Stüeken junior wieder viele bekannte Gesichter – diesmal als Arzt in der Praxis am Drostenplatz, aber auch bei den Hausbesuchen und im Altenheim. Stüeken hat einen großen Aufgabenbereich abzudecken in seiner Heimatstadt. Er weiß aber auch, dass er als Hausarzt auch woanders eine Zukunft gehabt hätte. „Ich schwimme gerne gegen den Strom“, sagt er dazu, dass er sich wieder für seine Heimat entschieden hat. In Balve fühle er sich wohl, wisse auch um den Zusammenhalt seiner Familie in Schwitten und mit seinen Eltern in Balve. Beruflich ist er in Balve und auch in Hüsten unterwegs. Dort hat er eine für vorerst auf ein Jahr befristete halbe Stelle im Karolinenhospital in der Abteilung für Inneres. Dabei kann er auf seine Erfahrungen aufbauen, die er zuvor im Großraum Stuttgart in Praxen und im Krankenhaus gesammelt hat. 

„Neu ist für mich das Computersystem“, braucht er in der Hönnestadt noch Eingewöhnungszeit. Aber mit seinem Vater, dem Kollegen und den Mitarbeiterinnen Yvonne Luig und Sultran Cobanoglu sowie der Auszubildenden Yildiz Öztürk weiß er ein gutes Team an seiner Seite. 

Von drei Ärzten bleibt einer übrig 

Dass dieses auf Dauer so zusammenbleiben wird, darüber macht sich Stüeken keine Illusionen: „Von drei Ärzten bleibt demnächst aus Altersgründen nur noch einer übrig.“ Das wird er sein. Sein Ziel: Kollegen zur Unterstützung finden. Aber in den ersten Wochen gilt es zunächst einmal in der neuen Arbeitsumgebung anzukommen. „Denn die vergangenen 18 Jahre war ich überhaupt nicht aktiv in Balve“, blickt er zurück. „Ich war hier immer nur auf Stippvisite.“ 

Dr. Stüeken bei seiner Arbeit in der Praxis.

Jetzt bleibt er vielleicht für immer. Schließlich hat Stüeken viel zu tun als Allgemeinmediziner. Durch seine Mitarbeit in der Praxis ist im Mittelbereich Menden der Kassenärztlichen Vereinigung, zu dem Balve gehört, nach der offiziellen Quote von rund 1700 Einwohnern pro Hausarzt keine Unterversorgung vorhanden. „Vorerst“, schränkt er ein, weiß er doch auch, wann seine Kollegen in den anderen Praxen in den Ruhestand gehen werden. Dann steht dort die Suche nach Nachfolgern an, die in seiner Familie bereits erfolgreich absolviert wurde. 

Wenn Dr. Stüeken von seiner Praxis die Straße herunterblickt, sieht der 38-Jährige den Gesundheitscampus. Diesem schreibt er zukünftig eine noch wichtigere Rolle bei der Versorgung der Balver zu: „Er ist eine Anlaufstelle für Patienten, was fachärztliche Versorgung betrifft.“ In dieser Funktion sei der Campus ein Leuchtturmprojekt.

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