Gebührenfreie „Glotze“ mit nur einem Programm

HÖNNETAL ▪ Für diese „Glotze“ werden garantiert keine Rundfunkgebühren fällig, aber dafür bietet sie auch nur ein Programm: Den Blick auf die Sieben Jungfrauen.

Am Mittwochnachmittag ging die SGV-Abteilung Balve gewissermaßen auf Sendung. Unterhalb der Feldhofhöhle eröffnete sie ihre „Felsglotze“, die fünfte Station auf dem „Weg in Nachbars Garten“, den Balver Vereine anlässlich der Landesgartenschau in Hemer gestalten. Schreinermeister Peter Korbel hatte eine Idee des mittlerweile verstorbenen ehemaligen SGV-Vorsitzenden Andreas Dransfeld umgesetzt und aus Douglasienholz einen Rahmen gebaut, durch den Wanderer einen Blick auf die sagenumwobene Felsformation im Hönnetal werfen können. Gleich nebenan ist die Legende von den Sieben Jungfrauen auch auf einer Tafel erklärt.

Musikalisch umrahmt wurde die kleine Einweihungsfeier, an der auch Bürgermeister Hubertus Mühling und Hemers stellvertretender Bürgermeister Bernhard Camminadi teilnahmen, von Elo Badura (Gitarre) und Hubertus Wycik (Flöte). Und die beiden Musiker präsentierten den Anwesenden sogleich eine Welturaufführung: Zur Melodie des Kufstein-Liedes trug Wycik eine Hymne auf die soeben eingeweihte „Felsglotze“ vor.

Die sechste und letzte Station auf dem „Weg in Nachbars Garten“ gestalten die Festspiele Balver Höhle. Sie soll am Samstag, 10. April, an der Stadtgrenze zu Hemer eingeweiht werden.

Die Vorbereitungen der Landesgartenschau sind durch den lang anhaltenden Winter übrigens ein wenig ins Hintertreffen geraten. „Wir sind etwa zweieinhalb Wochen in Verzug“, berichtete Pressesprecher Marc Giebels. Allerdings gebe es keinen Anlass zur Sorge, dass bis zur Eröffnung am 17. April nicht alles fertig wird. „Die Natur hat nichts aufzuholen, denn die Blumenzwiebeln sind längst in der Erde. Lediglich die Frühjahrsblüher werden nun erst eine Woche später gepflanzt, aber die kommen aus dem Treibhaus“, so Giebels weiter. Und was die Landschaftsbauarbeiten angeht, haben die Organisatoren ebenfalls eine Lösung, um die im Winter verlorene Zeit aufzuholen. „Die Bautrupps arbeiten im Dreischichtbetrieb und auch am Wochenende“, berichtete Giebels. Gestern wurde sogar eine 400 Quadratmeter große Heizdecke angeliefert, um den Boden für anstehende Pflasterarbeiten aufzutauen. ▪ Von Volker Griese

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