Gasnetzausbau in Langenholthausen geplant

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Die Resonanz auf die Informationsveranstaltung war hoch, ebenso wie das Interesse an den Anträgen.

Langenholthausen - Jeder der 50 für die Bürgerinformationsveranstaltung aufgestellte Stuhl in der Sokola.de am Mittwoch war besetzt; die Stadt, die dazu eingeladen hatte, um über den geplanten Gasnetzausbau in Langenholthausen zu informieren, war zufrieden mit dieser Resonanz.

Und so konnten Bürgermeister Hubertus Mühling, als auch die Geschäftsführer der stadteigenen Netzversorgungsgesellschaft Balve Netz GmbH & Co. KG, Hans-Jürgen Karthaus für den kaufmännischen und Stefanie Fuhrmann für den technischen Teil, Werbung in eigener Sache machen. 

Denn, dies betonte Mühling, die Konstellationen dafür seien günstig, können doch im nächsten Jahr mit dem Ausbau des Radwegs von Balve-Süd nach Langenholthausen unter der neuen Asphaltdecke dann nicht nur die vorgesehenen Leitungen für die Löschwasserversorgung und das Glasfaserkabel für den Breitbandanschluss, sondern auch Erdgasleitungen mit verlegt werden. Melden sich genügend Interessenten – von etwa 260 Hausanschlüssen sollten mindestens 30 Prozent angeschlossen sein, damit es sich rechnet – können die Planungen für die Gasversorgung vorangetrieben werden. 

Langenholthausen gehört mit Eisborn und Mellen zu den drei Balver Ortsteilen, deren Häuser noch nicht mit Erdgas beheizt werden. In Langenholthausen soll jetzt die Gunst der Stunde genutzt werden, dieses Angebot an die Grundstückseigentümer zu unterbreiten. Für den Anschluss sind etwa 2000 Euro fällig. Der Gasversorger kann dann selbst ausgewählt werden. Karthaus wollte den Bürgern den Wechsel von Öl oder Strom zu Gas schmackhaft machen, indem er Energieeinsparungen von 15 bis 30 Prozent, und auch Finanzierungskonditionen der kfw-Bank für Bau und Kauf für Häuser, die vor dem 1. Februar 2002 gebaut wurden, darstellte.

0,75 Prozent an Zinsen müssten für einen zehn Jahre laufenden Vertrag gezahlt werden. Gegebenenfalls kann auch eine Förderung beantragt werden, möglich sei auch, diese Investition steuerlich abzusetzen. „Sie müssen sich nicht jetzt entscheiden“, betonte Bürgermeister Mühling mehrmals. „Bekunden Sie ihr Interesse, indem sie die Anträge bei uns einreichen – aber damit verpflichten Sie sich zu nichts.“ Hinweise darauf, dass ein Anschluss erst später erwünscht sei, würden akzeptiert. 

Der weitere Verfahrensweg sieht wie folgt aus: Ende August würde anhand der eingegangenen Anträge entschieden, ob die Umsetzung realistisch sei. Dann erfolgt zum Jahresende die Ausschreibung, der Ausbau dann im nächsten Jahr. In Langenholthausen müssen dafür 7500 Meter an Leitungen verlegt werden, berichteten die Planer Reinhard Baran und Reinhard Igel. 

Ein Langenholthausener hat bereits sein Interesse bekundet. „Wir sind dabei“, sagte Karl-Heinz Grote, Inhaber der Bäckerei vor Ort. In seinem Unternehmen sei ausgerechnet worden, dass mit Gas am Saubersten und Effektivsten gearbeitet werden kann. Etwa 1,2 Millionen Kilowattstunden würden nach seiner Kalkulation im Jahr verbraucht. Im Zusammenhang mit der Erweiterung der Produktionsstätte seien diese Überlegungen gefallen. 

„Ich habe die Gasbrenner schon bestellt“, schmunzelte er, als er die Versammlung über seine Entscheidung informierte. Im Anschluss an diese Veranstaltung war der Ansturm auf die Anträge groß. Nun gilt es, abzuwarten, wie die anderen Eigentümer entscheiden.

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