Garbecker Weihnachtsmarkt: Urig und gemütlich

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Christoph Haarmann (links), Ehrenvorsitzender des TV, erhielt den Titel „Ehrenmützenverkäufer Immel“. Jedes Jahr verkauft er die Weihnachtsmützen auf dem Weihnachtsmarkt in Garbeck.

Garbeck - Bei rotem oder weißem Glühwein, Erbsensuppe, Waffeln und auch Crêpes ließ es sich gut aushalten auf dem Garbecker Weihnachtsmarkt am 3. Advent.

„Urig, klein aber fein und richtig gemütlich“, sagte dazu Reiner Priggel, Vorsitzender des ausrichtenden TV Sauerlandia. So sahen es auch die Garbecker, die ihrem Weihnachtsmarkt im 19. Jahr zahlreich die Treue hielten. „Danke dafür!“, lobte Priggel die Dorfbewohner. 

Und von diesen gab es beim Dekorieren tatkräftige Unterstützung: Als die Mitglieder des TVS nach dem Aufbau der Hütten am Samstag in den verdienten Feierabend gingen, waren die „Wichtelmänner“ am Werk. Dies sind Garbecker, die jedes Jahr so lange warten, bis sich der TVS verzogen hat, um dann selbst ans Werk zu gehen: An eine Stelle hängten sie einen leuchtenden Ball, dort eine Weihnachtskugel, woanders Sterne. Reiner Priggel: „Es ist jedes Jahr eine Überraschung für uns, wie Unbekannte über Nacht den Markt aufwerten.“ 

"Wichtelmänner" nicht enttarnen

Er vermutet, dass Stammtische dahinter stecken, möchte sie aber gerne auch weiter unbeobachtet ihre Arbeit tun lassen und den Nimbus der „Wichtelmänner“ nicht antasten. Diesmal haben sie sich ganz besondere Mühe gegeben, denn sie gestalteten ein komplettes Osternest. Dieses sorgte für Lacher bei den Besuchern. 

Weihnachtsmarkt in Garbeck

Ihnen wurde viel geboten – so auch von „Ehrenmützenverkäufer Immel“. Diesen Titel bekam Christoph Haarmann, Ehrenvorsitzender des Turnvereins, von diesem verliehen. Denn: Alle Jahre wieder bringt er die Weihnachtsmützen mit viel Verkaufsgeschick an den Mann und an die Frau. Die Mütze 2016 überzeugte mit ihrer klassischen Form, weißem Rand und Bommel sowie viel Glitzer. 

Glühweinbude ist ein Klassiker

Ein Klassiker in Garbeck ist die Glühweinbude, in der 500 Liter dieses edlen Getränks ausgeschenkt wurden. Neu dabei war, dass die Bude jetzt dem TVS gehört. Gebaut wurde sie von Mitgliedern unter der Leitung von Marco Dobat. Etwa 150 Arbeitsstunden wurden darin investiert, das Engagement wusste der Vorsitzende sehr zu schätzen. 

Zufrieden war auch die IG, deren Erbsensuppe so begehrt war, dass nach zwei Stunden von den 60 Litern nicht mehr viel übrig war. Der Frauenchor sorgte für Reibeplätzchen, der TVS erstmals für Waffeln. Nachdem das ChorAtelier diese Aufgabe wegen eines Auftritts nicht wahrnehmen konnte, übernahm eine TV-Abteilung das Waffelbacken.

Buntes Angebot für Kinder

In der bewährten Leitung des Familienzentrums blieb der Stand für die Kinder, wo Crêpes, Süßigkeiten und Fädenziehen zum Sortiment gehörten. Unter das Publikum mischte sich die Zauberfee Parella, die aus Luftballons kleine Kunstwerke entstehen ließ. 

Vor mehr Zuhörern als sonst spielte das Jugendorchester des Musikvereins Amicitia unter der Leitung von Carolin Rath – weil der Auftritt um eine Stunde verschoben worden war, waren auch die Besucher zahlreicher. Vor vollerem Haus zu spielen, motivierte den Nachwuchs sichtlich.

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