Garbecker spürt Störungen aus dem Untergrund auf

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Unter Anleitung von Eberhard Schreiber (r.) konnten sich die Besucher des Erdstrahlen-Vortrages am Montagabend auch selbst als Wünschelrutengänger versuchen.

BALVE ▪ Erdstrahlen und Wasseradern, Erdspalten und Gitterlinien als Ursachen für Krankheiten und körperliche Beschwerden? Wer das bisher für esoterischen Humbug gehalten hat, dürfte nach dem Vortrag von Eberhard Schreiber am Montagabend vor dem Vinzentinischen Dienst Balve/Neuenrade ins Grübeln geraten sein.

Ist vielleicht doch etwas dran an der Theorie dass geologische Störzonen Schlafstörungen, Schmerzen und chronische Beschwerden auslösen können? Der Garbecker Eberhard Schreiber hat nach eigenen Angaben selbst erfahren, dass Störzonen krank machen können, als er plötzlich ohne erkennbaren Grund von Rückenschmerzen geplagt wurde. Weil die Schulmedizin nicht weiterhelfen konnte, suchte Schreiber nach Erdstrahlen in seinem Schlafzimmer. Er fand ein Störfeld, schirmte es ab und hat seither keine Probleme mehr.

Fast jeder kann Störzonen finden

Nach dieser Erfahrung absolvierte Schreiber eine zweijährige Ausbildung zum Geopathologen. Inzwischen beschäftigt sich der Maschinenbau-Ingenieur in seiner Freizeit mit dem Thema, spürt mit seiner Wünschelrute Erdstrahlen, Wasseradern und andere Störzonen auf. Einer besondere Begabung bedürfe es dazu nicht, betonte er am Montag. „Das hat nichts mit Zauberei zu tun. 90 Prozent aller Menschen können das“, sagte er. Die Wünschelrute sei dabei nur ein Mittel zum Zweck. Entscheidend sei, dass der Rutengänger eine Bewegung zulasse, die er nicht bewusst macht. Mit anderen Worten: Das Aufspüren der Störzonen spielt sich im Unterbewusstsein ab, das die Körperspannung steuert. Die Rute ist nur dazu da, die Veränderung der Körperspannung besser sichtbar zu machen.

Die knapp 20 Teilnehmer des Vortrages konnten anschließend gleich selbst ausprobieren, ob auch sie Störzonen mit der Wunschelrute aufspüren können. Schreiber hatte dafür mehrere Exemplare mitgebracht. Und tatsächlich: Bei den meisten Probanden schlug die Wünschelrute an bestimmten Stellen des Raumes aus – Stellen, die auch Eberhard Schreiber zuvor schon als Störzone erkannt hatte. Und im Nebenraum entdeckten einige Teilnehmer noch weitere Bereiche, die von Erdstrahlen betroffen waren. „Man muss bereit sein, sich zu öffnen. Und man darf nicht alles beherrschen wollen, was im Körper vorgeht“, schilderte Teilnehmerin Gertrud Vogelaar-Schlotmann ihre Erfahrung mit der Wünschelrute.

Nicht jeder leidet unter Erdstrahlen

Doch warum sind Erdstrahlen überhaupt belastend? „Sie behindern die Zellfunktionen“, erläuterte Schreiber, der auch Beispiele aus der Natur schilderte: Bäume, die auf Erdstrahlen mit Verwindungen oder Geschwülsten reagieren; Ameisen, die die Strahlen geradezu suchen. Schreiber betonte aber auch, dass sich die von Erdstrahlen hervorgerufenen Störungen nicht bei jedem Menschen und vor allen Dingen nicht immer schnell bemerkbar machen. „Bis zu einem gewissen Grad kommt der menschliche Organismus damit klar. Auch reagieren Menschen unterschiedlich empfindlich“, so der Geopathologe.

Wem Erdstrahlen Probleme bereiten, der hat nach Worten von Eberhard Schreiber verschiedene Möglichkeiten, etwas dagegen zu unternehmen. Eine Möglichkeit sei, die Lebensgewohnheiten zu ändern, beispielsweise den Schlafplatz zu ändern. Er selbst habe gute Erfahrungen mit einer Abschirmfolie gemacht, mit der er seinen Schlafplatz entstört habe. Ähnlich wirke eine bestimmte Korkart.

Einen wissenschaftlich fundierten Nachweis für Erdstrahlen und ihre Wirkungen, auch das räumte Schreiber ein, gibt es übrigens nicht. „Oberhalb der Störzonen gibt es allerdings eine Häufung von negativ geladenen Ionen“, gab der Referent zu bedenken. ▪ vg

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