Garbecker Schulorchester wird ins Leben gerufen

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Sichtlich angetan von den Planungen waren die Mütter und Väter, die zum Infoabend gekommen waren.

Garbeck -  „Es ist Mittwoch. Das bedeutet: Es wird Musik gemacht“ – so wurden die Eltern der Garbecker Grundschulkinder begrüßt. Und so werden die Mädchen und Jungen am nächsten Mittwoch, 10. September, um 12.30 Uhr zur ersten Schulorchesterprobe empfangen.

Was die Kinder erwartet, das wurde ihren Müttern und Vätern beim Elternabend vermittelt: 26 Elternteile waren sofort mittendrin, als sie von Dozentin Laura Flanz angeleitet wurden zum Auflockern, Rhythmusklopfen und Singen.

Stimmbildung und das Spielen auf Instrumenten bildeten die Bestandteile ihrer Ausbildung, stellte die 27-jährige Letmatherin ihr Konzept vor. Von 2007 bis 2012 habe sie klassisches Schlagzeug an der Musikhochschule Köln studiert (Diplom Instrumentalpädagogik und Allgemeine Musikerziehung). Seit zehn Jahren unterrichte sie Schlagzeugschüler im Alter von drei bis 50 Jahren.

Inzwischen habe sie ihr Tätigkeitsfeld unter anderem um Arbeitsgemeinschaften an Grundschulen und Gymnasien, Fortbildungen für Erzieher und Lehrer, Musikunterricht an Grundschulen, Musikalische Früherziehung, Musikalische Grundausbildung und Eltern-Kind-Gruppen erweitert. Flanz arbeitet als Schlagzeuglehrerin an der Musikschule Iserlohn „und seit Mittwoch auch beim Musikverein Amicitia Garbeck“, sagte sie.

Den Kontakt zu Garbeck halte sie, seitdem sie vor zehn Jahren im Märkischen Jugendsinfonieorchester mitgespielt und dabei auch Garbecker Musiker kennengelernt habe: „Beim Musikverein war ich auch als Aushilfe für Schlagzeug bei der Vorbereitung für das Wertungsspiel in Soest tätig“, erinnerte sie sich.

Die Idee, ein Schulorchester ins Leben zu rufen, kam vor sechs Monaten auf. Musikvereinsvorsitzender Michael Volmer wies bei seiner Begrüßung am Mittwochabend darauf hin, dass mit dieser Arbeit jene vom Familienbildungszentrum übergangslos weitergeführt werden könne. Alle musikinteressierten Mädchen und Jungen von der ersten bis zur vierten Schulklasse könnten mitmachen – dafür komme die Musikschule direkt zu ihnen. Mitgebracht werden vom Musikverein Boomwhackers, Cajons, Schütteleier und Klang-stäbe. „Die Teilnahme ist kostenlos“, betonte Volmer.

Der Musikunterricht in der sechsten Schulstunde an jedem Mittwoch sei bis zu den Herbstferien eine Schnupperphase für alle Kinder. Nach den Ferien aber sei eine Anmeldung und eine regelmäßige Teilnahme erwünscht; auch diese sei dann weiterhin kostenfrei.

Eigene Musikinstrumente könnten mitgebracht werden. Flanz: „Jedes Kind soll auf dem Level spielen, auf dem es sich wohlfühlt.“ Sie bitte die Eltern allerdings um Rückmeldungen in Bezug auf mögliche Über- oder Unterforderungen.

Nach der 45-minütigen Infoveranstaltung freute sich die Dozentin auf ihr neues Orchester, das sich in jedem Schuljahr neu zusammensetzen werde. Und Volmer blickte erwartungsfroh auf die damit einhergehende Bereicherung für Kinder, Schule und Dorf. Dahinter stecke auch der Gedanke, nach der Grundschulezeit neue Mitglieder für das Vor-, Jugend- und Hauptorchester zu gewinnen.

Geprobt werde zunächst in der Aula der Garbecker Grundschule. Nach den Herbstferien zögen die kleinen Instrumentalisten um in einen bis dahin fertig gestellten Musikraum, erklärte Schulleiterin Dorothe Gastreich-Kneer.

Sie selbst werde am ersten Probentag am nächsten Mittwoch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Musikverein unterzeichnen. Ein entsprechendes Schild an der Schulwand soll diese Zusammenarbeit dann auch öffentlich dokumentierten, teilte Gastreich-Kneer noch mit.

Von Julius Kolossa

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