Garbecker Geschäftsleute wünschen sich mehr Unterstützung

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Das Schuhlädchen in der Garbecker Ortsmitte gibt es mittlerweile seit März 2016. Dazu gibt es für die Dorfbewohner zwei Frisöre, einen Imbiss und zwei Geldinstitute.

Garbeck - „Garbeck ist mehr als der Dorfladen!“ Andrea Werner vom „Schuhlädchen“ ist immer noch nicht damit einverstanden, dass Ortsvorsteher Christoph Haarmann während des Patronatsfestes am 6. Januar nur die Situation des Dorfladens in den Blick nahm.

In diesem hatte das Blumenstübchen zum Jahresende den Verkauf einstellte. 

Seinerzeit sagte Haarmann: „Ich glaube, wir alle wissen, was passieren kann, wenn wir die Angebote des Marktes nicht in Anspruch nehmen.“ Andrea Werner, die sich mit ihrem seit März 2016 bestehenden Schuhgeschäft einen Traum erfüllt hat, sagte auf Anfrage: „Er hätte alle Läden mit einbeziehen sollen, denn es gibt noch unser Schuhgeschäft, zwei Friseure, einen Imbiss und zwei Geldinstitute.“ Alle seien gleichermaßen vom Kaufverhalten betroffen – und auch von den bevorstehenden Baumaßnahmen. 

Angst vor Erneuerung der Dorfmitte

Andrea Werner, Schuhlädchen-Inhaberin:

Sowohl die für dieses Frühjahr vorgesehene Renovierung der Straße im Brauke, als auch die noch nicht datierte Erneuerung der Dorfmitte hätten Einfluss auf alle Geschäftsinhaber. Werner: „Wo bleiben während der Straßensperrung die Kunden und die Parkplätze?“ 

Zwar gebe es zurzeit genügend Parkplätze auch vor ihrem Geschäft, doch blieben trotzdem die Kunden weg. „Es wird viel über den Zusammenhalt in Garbeck geredet“, stellt sie fest. „Aber es sollte auch gehandelt, also vor Ort auch eingekauft werden.“ Sonst hätte irgendwann das ganze Dorf ein Problem: „Wenn Garbeck interessant bleiben soll, müssen Garbecker auch die Möglichkeiten in Garbeck nutzen.“ 

Ändert sich das Verhalten der Kunden?

Gegenseitige Unterstützung ist auch für Dieter Neuhaus ein wichtiges Thema. Der Friseurmeister leitet den seit mehr als 60 Jahren bestehenden Familienbetrieb. Von seinem Arbeitsplatz hat er den Standort Ortsmitte immer im Blick und weiß um die Diskussionen. Wie und ob sich das Verhalten der Kunden ändern wird, wenn die Arbeiten zur Umgestaltung der Dorfmitte beginnen, darüber kann aber auch er derzeit nur spekulieren. 

Im Dorfladen gibt es seit einiger Zeit auch täglich frische Blumen. Karin Filmether hat mit diesem Angebot auf die Wünsche der Kunden reagiert.

Etablieren will sich der Dorfladen. „Seit fünf Jahren sind wir schon für das Dorf da“, sagte Inhaberin Karin Filmether. „Und bisher wurde es uns auch vom Dorf gedankt.“ Das Sortiment in ihrem Laden wurde vor Kurzem noch einmal erweitert: Blumensträuße stehen jetzt vor dem Kassenbereich. „Den Älteren fehlt das“, hat sie herausgefunden. „Ob für den Besuch bei Freunden, oder aber für den Friedhof.“ Ihr Lieferant mache es möglich, dass der Dorfladen regelmäßig mit frischen Blumen versorgt werde. Und: „Wir bleiben am Ort“, betont sie entschlossen. 

Garbecker sollen stolz sein

So optimistisch möchte auch Andrea Werner in die Zukunft blicken, muss aber zunächst einmal den schlechten Winter und die Straßensperrungen überstehen. Ihr großer Wunsch: „Die Garbecker sollen ihre Geschäfte nutzen und so stolz darauf sein wie die Balver und Lüdenscheider.“

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