1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Garbeck zieht die Corona-Bremse

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Eine volle Schützenhalle zum Patronatsfest in Garbeck: Dieses Bild wird es im Januar 2022 nicht geben. Das Fest fällt coronabedingt aus.
Eine volle Schützenhalle zum Patronatsfest in Garbeck: Dieses Bild wird es im Januar 2022 nicht geben. Das Fest fällt coronabedingt aus. © Kolossa, Julius

Coronabedingt wird es auch 2022 am 6. Januar kein Patronatsfest in Garbeck geben. Das entschieden die Mitglieder des Ortsausschusses bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend.

„Eine Durchführung von allen Garbecker Vereinen als Ausrichter wäre nicht zu verantworten“, fasste Ortsausschussvorsitzender Alexander Schulte die Diskussion mit Blick auf die zuletzt wieder stark steigenden Infektionszahlen zusammen.

„Diese Absage wird von allen Vereinen mitgetragen“, so Schulte. Ob am 6. Januar zumindest ein Festhochamt mit dem Musikverein in der Kirche stattfinden wird, soll noch mit Dechant Pfarrer Andreas Schulte abgesprochen werden. Und auch die Sternsinger werden 2022 nicht durchs Dorf ziehen, sondern wie schon in diesem Jahr den „Segen auf Distanz“ spenden.

Viele Veranstaltungen unter Vorbehalt

Viele andere Veranstaltungen sollen 2022 stattfinden. Termine gingen bereits bei Schriftführerin Katharina Busche ein. Auch für den Karneval vom Männergesangverein (29. Januar) und vom TV Sauerlandia (26. Februar). „Allerdings unter Vorbehalt“, gaben die Vorsitzenden beider Vereine, Ludger Schulte-Fabry (Sänger) und Reiner Priggel (TV), zu Protokoll. So soll es auch bei den anderen großen Veranstaltungen 2022 sein. Ob der Rock-Club von der SG Balve/Garbeck am 26. März und 29. Oktober, das Wunschkonzert vom Musikverein (2. April), das Schützenfest vom 9. bis 11. Juli, oder auch der Seniorennachmittag am 23. Oktober. „Es ist nichts in Stein gemeißelt, es wird jeweils aktuell auf die Corona-Situation reagiert“, sagte Schulte.

Der Garbecker Ortsausschuss um den Vorsitzenden Alexander Schulte tagte in dieser Woche.
Der Garbecker Ortsausschuss um den Vorsitzenden Alexander Schulte (MItte) tagte in dieser Woche. © Kolossa, Julius

Groß gefeiert werden soll in jedem Fall 2024, wenn Garbeck 850 Jahre alt wird – dann vom 30. August bis zum 1. September. Unter der Leitung von Ortsvorsteher Christoph Haarmann (CDU) setzt sich jetzt ein Gremium aus Mitgliedern des Ortsauschusses und Jugendlichen des Dorfes zusammen, um das Programm dieser dreitägigen Veranstaltung zu organisieren. „Unsere 850-Jahr-Feier werden wir gemeinsam stemmen“, sagte Schulte.

Lösungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes

Gemeinsam sollen auch Lösungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Dorf gesucht werden. Denn auch in Garbeck gab es betroffene Familien, die Sachschäden nach dem Juli-Hochwasser hinnehmen mussten. Diesen wurde durch die dorfeigene Spendenaktion geholfen. Dazu Ortsvorsteher Christoph Haarmann: „Ausgegangen sind wir von maximal 20 000 Euro, die gespendet werden. Dass dann am Ende über 50 000 Euro zusammengekommen sind, das ist sensationell.“ Ausgezahlt wurden die Spenden an Flutopfer in Garbeck, Balve und Altena. „Etwas Geld haben wir für eigene Präventionsmaßnahmen zurückgehalten.“

Diese sollen mit der Feuerwehr ausgearbeitet werden. Ob Sandsäcke als Hochwasserschutz angeschafft werden, um das Wasser abzuhalten, Pumpen, oder doch eher ein Aggregat zur Stromerzeugung – Garbecks Zugführer Frank Severin stand für erste Informationen zur Verfügung. Severin selbst wies auf eine sogenannte Flutbox hin, in der eine Tauchpumpe an einem Feuerwehr-C-Schlauch installiert wird. Die Entscheidung, was angeschafft wird, soll, da waren sich alle einig, nicht auf die lange Bank geschoben werden: „Wir wissen nicht, wann das nächste Hochwasser kommt: in zehn Jahren, in fünf Jahren oder doch schon nächstes Jahr“, gab Gundhild Busche von der KFD Garbeck zu bedenken. Da sei es nach Meinung von Alexander Schulte sinnvoll, von der Feuerwehr eine Expertise erstellen zu lassen.

Auch interessant

Kommentare