Garbeck: Chöre und Musikverein begeistern

Lang anhaltender Applaus des Publikums war der Lohn für die Akteure. Das Publikum war begeistert von der Darbietung der mehr als 130 Musiker in er Kirche. Sie forderten sogar eine Zugabe.

Garbeck -  „Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten“, mit diesem Spruch des griechischen Philosophen Aristoteles begrüßte Pastor Jürgen Bischoff am Samstag die Besucher des Adventskonzerts in der voll besetzten Garbecker Pfarrkirche Heilige Drei Könige.

Von Julius Kolossa

Mehr als 130 Musiker boten sowohl mit ihren Instrumenten, als auch mit ihren Stimmen ein beeindruckendes Gesamtbild in der Kirche. Und das Publikum bot den würdevollen Rahmen dafür, wie Dieter Bathe, Mitglied des Kirchenvorstands, abschließend dankend feststellte. Mit stehendem Beifall honorierten die Zuhörer die 15 Darbietungen. Den krönenden Abschluss bildete das Lied „Hymn of the fallen“. Es war ein gewaltiger Klang mit dem der Musikverein, der Männergesangverein und Frauenchor gemeinsam das Kirchenschiff erfüllten. Klar, dass das Publikum die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne lassen wollte. Und so erklang zum letzten Mal für großes Orchester und gemischten Chor das bekannte „Adeste fideles“ (Nun freut Euch, Ihr Christen).

Zwar war es klanggewaltig, aber nicht zu gewaltig – Orchester und Sänger ließen genügend Momente für besinnliche, leise Töne, konnten aber auch „Tutti“ als ein großes Ganzes jubilieren. So war es auch zu Beginn mit Wagners „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ und dem darauf folgenden, bedeutend leiseren, harmonischeren „For the beauty of the Earth“ von Rutter. Die kurze Pause, in der beide Chöre den Altarbereich verließen und damit dem Musikverein allein die Bühne überließen, brauchte dann auch das Publikum, um von diesen beiden, sehr bewegenden Darbietungen zu verschnaufen. Dann erklang Johann Sebastian Bach in der Garbecker Kirche. Die „Fuge in G-moll“, war das erste von drei Instrumentalstücken, die von den Musikern, dirigiert von Michael Volmer, gespielt wurden. Weitere waren der „Canterbury Choral“ und das „Gloria“.

Begeistert war das Publikum vom Frauenchor. Die Sängerinnen zeigten, warum sie in diesem Jahr mit dem Meistertitel ausgezeichnet wurden. Für den erkrankten Dirigenten Frank Rohrmann übernahm spontan Sangesschwester Martina Simon die musikalische Leitung. Für sie war es der erste große öffentliche Auftritt in ihrem Amt – und sie meisterte ihn mit Bravour. Gesungen wurden: „All night, all day“, „Ave-Glöcklein“ und „Weihnachtsglocken“. Ganz groß waren die jüngsten Musiker des Konzerts vom ChorAtelier. Die Mädchen und Jungen trugen die vom Atelier-Hauskomponisten Jan Coeck geschriebenen Lieder „An den Weihnachtsmann“, „Jedes Jahr an Heiligabend“ und „Weihnachtsmann in echt“ vor. Die Sangesfreude der kleinen Musiker war deutlich spürbar und begeisterte das Publikum.

Es folgten die Sänger des Männergesangverein unter dem Dirigat von Hartwig Diehl. Mit den Stücken „Were you there?“ und Schuberts „Im Abendrot“ sowie mit Hauptmanns pompösen und bekannten Bläserquintett „Ehre sei Gott in der Höhe“ begeisterten die Musiker das Publikum in der Kirche.

Zum Abschluss dieses Adventskonzerts, das im Drei-Jahres-Rhythmus von diesen Chören und dem Musikverein ausgerichtet wird, spielten und sangen dann noch einmal alle gemeinsam auf der Bühne. Ein spektakulärer Abschluss für ein wahrlich meisterliches Konzert.

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