Gang vor Verwaltungsgericht kann eine Option sein

Johannes Wortmann (CDU)

BALVE ▪ Das Schreiben der Bezirksregierung Arnsberg, dass die Schulleiterstelle in Langenholthausen nicht ausgeschrieben werden soll, kam für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Johannes Wortmann nicht überraschend. Dennoch gibt er sich kämpferisch: „Einfach abnicken und hinnehmen werden wir die Entscheidung nicht. Wir prüfen verschiedene Wege.“

Noch vor der nächsten Ratssitzung soll ein Gespräch zwischen Stadtverwaltung, den Fraktionsvorsitzenden, Jochen Rüther von der Bezirksregierung und Annette Heinz, Schulamtsdirektorin des Kreises, stattfinden. Es gebe einige Punkte, wo die CDU „nachhaken“ wolle. „Wir dürfen nicht so blind sein und die Augen vor dem demografischen Wandel verschließen, aber wir können auch nicht mit Großkommunen gleichgestellt werden“, sagt Wortmann.

Bei den CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Josef Laumann und Wolfgang Exler hat sich die Fraktion Unterstützung geholt. „Wir haben Politiker, die sich für uns informieren.“ In einem „allerletzten Schritt“ sei auch der Gang vor das Verwaltungsgericht denkbar. „Vorher müssen wir aber prüfen, wer überhaupt wogegen klagen kann“, so Wortmann. Außerdem: „Die Fraktion muss entscheiden, nicht ich alleine.“ Kontakt habe er auch zu Kommunen aufgenommen, die ähnliche Probleme haben. „Uns interessiert deren Vorgehensweise.“

Der Schulausschussvorsitzende und UWG-Fraktionsvorsitzende Lorenz Schnadt sieht kaum eine Möglichkeit für den eigenständigen Erhalt der Schule. „Ich bin sehr sehr skeptisch.“ Das Schreiben der Bezirksregierung klinge „sehr stimmig“. „Ich halte es auch für ein fatales Signal, wenn man bei Eltern und Schülern Hoffnungen weckt, die man nachher nicht einhalten kann.“ Gleichwohl sind auch in seinen Augen noch Fragen offen, die es zu klären gelte. Dass die Bezirksregierung einlenkt, glaubt er nicht. „Dann macht sie sich unglaubwürdig.“ Auch, dass der Kampf für die Schule vor Gericht endet, glaubt er nicht – allein schon aus Kostengründen. ▪ acn

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