A-Liga-Derby lockt Sonntag zum Düsterloh

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Gespannter Blick voraus aufs Derby zwischen TuS (in Grün-Weiß) und SG: (von links) Christopher Reddig, Benjamin Kelch (fehlt Sonntag), Gian-Marco De Luca, Christian Jüngst, Marco Träger, Mecit Ceylan (fehlt Sonntag), Mirco Lukas und Matthias Stüeken. Zuletzt standen sich beide Teams im Rahmen des FIN-Cups am Holloh gegenüber, wobei Langenholthausen mühelos mit 5:0-Toren gewann.

KREISGEBIET ▪ Der elfte Spieltag der Kreisliga A Arnsberg ist aus heimischer Sicht ein absoluter Leckerbissen: Auf dem Düsterloh erwartet Tabellenführer TuS Langenholthausen die SG Balve/Garbeck zum Lokalderby, parallel trifft der SV Affeln am Sonntag ab 15 Uhr auf den SuS Beckum. Damit bleiben die vier heimischen Mannschaften diesmal komplett unter sich. Bereits heute stehen sich übrigens ab 19.30 Uhr der SV Arnsberg und der SSV Stockum gegenüber.

TuS Langenholthausen – SG Balve/Garbeck (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Düsterloh): Der Blick in die jüngste Vergangenheit des Lokalschlagers ist spannend. Denn der Fusions-club hat die letzten fünf Auflagen in der Meisterschaft nicht verloren, dabei immer zwei Tore erzielt. Im Langenholthauser Aufstiegsjahr gewann die SG sogar beide Duelle. Zuletzt standen sich beide Teams am 13. Juli im Rahmen der FIN-Cup-Vorrunde auf dem Holloh gegenüber – der klar favorisierte TuS behauptete sich im Schongang deutlich mit 5:0-Toren.

„Mit Sicherheit sind wir aufrund der Tabellensituation in diesem Heimspiel favorisiert. Aber in so einem Derby ist das nicht so eindeutig. Bei uns sieht es zwar gut aus, weil wir sportlich mit neun Siegen und dem Remis in Langscheid mehr als im Soll sind. Aber für die SG ist das natürlich das Spiel des Jahres“, wehrt sich Mario Droste nicht grundsätzlich dagegen, dass der TuS Langenholthausen als erster Anwärter auf die drei Zähler gilt. Aber aus der Erfahrung der Saison 2010/2011 weiß er nur zu gut, dass Überheblichkeit absolut tabu sein muss.

Immerhin hat sich die Personalsituation am Düsterloh entspannt. „Positive Zeichen gibt es von Gian-Marco De Luca, Christopher Reddig und Pierre Weih. Bei ihnen gehe ich von einem Einsatz aus. Dominik Kaiser hat sein Kommen ebenfalls signalisiert, er ist wieder fit. Wenn er es zeitlich schafft, dann spielt er“, sagt Droste, der damit nur auf den gesperrten Christian Loos sowie auf Antonio Deleo (Innenbandriss) und Dennis Bonevski (Kapselverletzung) verzichten muss.

„Selbst wenn der TuS einige Ausfälle hat, dann kann er die immer noch prima verkraften und ist allemal stark genug. Die Tabelle spricht doch Bände“, nimmt SG-Spielertrainer Christian Jüngst die Außenseiterrolle mit Kusshand an. „Unser Ziel kann es nur sein, möglichst lange mit- und dagegen zu halten. Alles andere als eine Niederlage wäre ein Erfolg, dafür muss aber viel zusammenpassen“, ahnt Jüngst, der aber immerhin einschränkt: „Hinten reinstellen – das funktioniert bei uns nicht. Ich werde mir noch ein paar Gedanken machen, wie wir unsere Chance suchen können. Was haben wir schon zu verlieren“, fragt Jüngst, der dem TuS nur zu gerne ein Bein stellen würde. „Ich erwarte von meiner Mannschaft schon Rehabilitation für das 3:3 gegen Hachen. Wir müssen dazu konzentriert sein, dürfen aber auch locker und gelöst in das Spiel gehen“, hofft der Polizeibeamte, dass seine Schützlinge dies umsetzen können. Bei Balve/Garbeck fehlen Urlauber Benjamin Kelch und Mecit Ceylan, dafür steht Matthias Stüeken im Kader. Hinter Jonas Knoop steht noch ein Fragezeichen.

Schiedsrichter des Balver Derbys ist Oliver Ruhnert. Der Ex-Trainer der SF Oestrich-Iserlohn ist ja inzwischen Nachwuchskoordinator der Leistungsabteilung (U17, U19 und 2. Mannschaft) des FC Schalke 04, pfeift für den Mendener A-Ligisten BSV Lendringsen.

TuS: Langwald, Schäfer – K. Grote, Lukas, Zöller, Bertsch, Weih, A. Ceylan, Hoyer, Gülsen, Lemke, Wördemann, Trawinski, De Luca, Träger, Reddig, Kaiser

SG: Pröpper, Appel – Carbone, Budde, Farr, Cetin, Knoop (?), Levermann, Croonen, Minnelli, Keklik, Tammaro, Jüngst, Karaikovic, Haarmann, Distefano, Fazio

Schiedsrichter: Ruhnert (BSV Lendringsen)

SV Affeln – SuS Beckum (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz auf der Stummel): Für Stefan Merschmeier, kickender Trainer des SVA, gibt es nur eine Vorgabe: „Wir wollen zuhause unsere Serie fortführen und ungeschlagen bleiben. Alleine schon aufgrund der Tabellensituation kann ich mich auch mit einem Punkt nicht zufrieden geben. Wir müssen einen ,Dreier‘ nachlegen, das ist eine Pflichtaufgabe“, sagt der Amecker, der aber um die Stärken des Gegners weiß.

Für seine Elf steht aus fünf Heimauftritten die Optimalpunktzahl von 15 zu Buche – bei 15:4 Toren. Auf dem Papier stehen die Chancen glänzend, denn Beckum hat umgekehrt alle fünf Auswärtsspiele bei 5:18 Treffern verloren. Zuletzt ließ der SuS jedoch mit dem 3:1-Erfolg gegen Bezirksliga-Absteiger TuS Oeventrop aufhorchen, als endlich mal fast alle erfahrenen Akteure zur Verfügung standen. Beim Derby in Affeln ist auch Trainer Petros Tsamatos wieder dabei, der in der Woche nach seinem Kreta-Urlaub schon wieder das Training geleitet hat.

Bei den Affelnern stößt Marvin Müller wieder zum Kader, bei Oskar Glowotz steht dies nicht fest. Möglicherweise fällt Dirk Tusch aus (privat verhindert). Beckum muss lediglich ohne den spielenden Co-Trainer Andreas Senftleben (Zerrung oder Faserriss) und Keeper Markus Volmert (Urlaub) auskommen.

SVA: Kortmann, Buse – Bock, Schulte, Tusch, Wolf, Ashoff, Merschmeier, Linder, Mat. Müller, Braun, Midderhoff, D. Glowotz, Könnecke, A. Müller

SuS: Plümer – Schulte, Fälsch, Japes, Schmidt, Leonhard, Neuhaus, Daake, Rennebaum, Steinschulte, Stockebrand, Steuer, Schwabbauer, Goralski, Butterweck

Schiedsrichter: Müller (Sundern)

Von Lars Becker

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