SuS Beckum bleibt auswärts ohne Punkt

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Jan Leonhard (links) und der SuS Beckum zogen in Affeln den Kürzeren. Für den SV traf David Glowotz (rechts) zum 3:1-Endstand, ehe er für Bruder Oskar Platz machte.

AFFELN ▪ Im zweiten heimischen Derby des elften Spieltages der Kreisliga A Arnsberg haben zwei Serien ihre Fortsetzung gefunden: Der SV Affeln gewann auch sein sechstes Heimspiel, der SuS Beckum verlor auch seine sechste Begegnung auswärts. Nach 90 Minuten stand vor rund 150 Zuschauern auf der Stummel ein 3:1 (1:0) für die Platzherren zu Buche.

Die Gäste hatten alles versucht: Nach dem 3:1-Erfolg über Oeventrop trug noch einmal der verletzte „Co“ Andreas Senftleben die Verantwortung, obwohl Trainer Petros Tsamatos nach seinem Urlaub wieder an Bord war. „Aberglaube war‘s – leider haben wir aber einfach nicht gut genug gespielt“, gab Tsamatos nach der Partie zu. „Mit der Leistung von letzter Woche hätten wir punkten können. Wir waren gedanklich aber nicht im Spiel – sehr ärgerlich“, sagte Senftleben.

Affeln ging nach einer Standardsituation in Führung: Im Anschluss an einen abgewehrten Freistoß konnte Spielertrainer Merschmeier den Ball noch einmal diagonal vor das Beckumer Gehäuse bringen, Ashoff legte zurück auf Könnecke. Der scheiterte noch an Plümer, doch im Nachschuss besorgte Matthias Müller das 1:0 (31.). Merschmeier hätte noch vor dem Seitenwechsel erhöhen können, fand jedoch in Plümer seinen Meister. Den „Rebound“ bugsierte Braun über den Querbalken (42.).

Das 2:0 fiel dann in Minute 56 durch einen Kopfball von Tobias Könnecke. Allerdings waren sich beide Trainer nach dem Schlusspfiff einig, dass diesem Treffer eine klare Abseitsstellung vorausgegangen war. „Das war ein glücklicher Umstand für uns“, gab Merschmeier zu, während Tsamatos damit haderte, dass Referee Müller mit Plümers Klärungsversuch auf eine neue Spielsituation erkannte und laufen ließ. Immerhin verkürzte der ansonsten von Linder prima bewachte Christopher Goralski für Beckum auf 1:2 (66.). Der SuS wollte jetzt wieder einmal zu schnell noch mehr, vernachlässigte dabei die Defensive – und kassierte prompt den endgültigen Knockout durch David Glowotz. Goralski und Steuer hätten in der Endphase noch einmal für etwas Spannung sorgen können, brachten jedoch das Runde nicht noch einmal ins Eckige. Damit hat Affeln Platz zwei vom SC Neheim II zurückerobert, der 1:4 gegen Gierskämpen verlor.

SVA: Kortmann – Bock – Schulte, Linder – Merschmeier (46. Mar. Müller), Ashoff – Wolf (69. Midderhoff), Mat. Müller, Braun – Könnecke, D. Glowotz (78. O. Glowotz)

SuS: Plümer – Schulte – Japes, Fälsch (66. Rennebaum) – Schmidt, Leonhard – Schwabbauer (54. Kandulski), Steinschulte, Stockebrand, Steuer – Goralski

Schiedsrichter: Müller (Arnsberg)

Tor: 1:0 (31.) Mat. Müller, 2:0 (56.) Könnecke, 2:1 (66.) Goralski, 3:1 (69.) D. Glowotz

Stefan Merschmeier (SVA-Trainer):„Ich bin heute sehr zufrieden, weil wir hinten nicht viel zugelassen, uns aber selbst viele klare Chancen erspielt haben. Jetzt muss es unser Ziel sein, auch auswärts mehr zu punkten.“

Petros Tsamatos (SuS-Trainer): „Auswärts ist und bleibt einfach der Wurm drin. Wir sind da kämpferisch und läuferisch einfach deutlich schwächer als zuhause – keine Ahnung warum. Affeln hat robust und mit vielen langen Bällen gespielt, da wäre mehr für uns möglich gewesen.“

Von Lars Becker

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