Pfusch am Kirchturm: Rund 80.000 Euro für die Sanierung

Die Planungen sehen vor, dass Kirchenbesucher das Gotteshaus demnächst von allen Seiten barrierefrei betreten können.

Garbeck - Zahlreiche Baustellen soll es demnächst im und rund um das Garbecker Gotteshaus geben. Nach dem Hochamt informierten Walter Severin, Martin Schulte, Dieter Bathe und Hubertus Teipel am Sonntag im Pfarrheim unter anderem über die geplante Kanalsanierung, den Neubau der Treppenanlage zur Märkischen Straße und die Turmsanierung.

Von Julius Kolossa

In den 1990-er Jahren wurde der Kirchturm mit seinen Bruchsteinen umfassend saniert – und dies von Fachfirmen, auf denen das Erzbistum Paderborn bestanden hatte, hieß es. Seit einigen Jahren werde das Ausmaß der unsachgemäß ausgeführten Arbeiten immer deutlicher, haben die Garbecker festgestellt.

In einem Gutachten sind die Schäden aufgelistet: Fugen lösen sich, Steine müssen ausgetauscht werden und auch Mörtelschäden sind zu sehen. Keine der damals in Garbeck agierenden Firmen, so der Kirchenvorstand, bestünde heute noch, so dass keine Regressansprüche gestellt werden könnten.

Zwei Architektinnen aus Herdringen und dem Gutachten sei es nun zu verdanken, dass Paderborn bereit sei, den Weg einer erneuten Sanierung mitzugehen.

Ein Stilbruch, so Hubertus Teipel, wie eine vorgeschlagene Verschieferung oder Glasfront, käme nicht in Frage. Vielmehr soll der Kirchturm nach den Vorstellungen der Architektinnen zusammen mit der Kirche als Ganzes gesehen werden. „Wir sind recht angetan von dem uns vorgelegten Gesamtpaket“, hieß es. Die Gesamtkosten werden mit 80.000 Euro veranschlagt.

Dringend erforderlich seien Arbeiten am Kanalnetz rund um die Kirche. Undicht sei der Kanal in Richtung Kindergarten, und in Richtung der Märkischen Straße hätte das Wurzelwerk der Linden für Schäden gesorgt.

Walter Severin betonte, dass der Kirchenvorstand bestrebt sei, die Arbeiten kostengünstig ausführen zu lassen. Zudem sollten diese so schnell wie möglich in den Ferien in Angriff genommen werden. Diese Maßnahme sei bereits mit dem Erzbistum abgesprochen.

Neu gestaltet werde der Vorplatz zur Märkischen Straße. Hubertus Teipel wies auf Planungen hin, die ein leicht ansteigendes Niveau vorsehen würden, so dass die Kirche von allen Seiten barrierefrei zu betreten sei.

In diesem Zusammenhang werde auch der Platz neu ausgeleuchtet und die Rasenfläche vergrößert. Diese Maßnahme werde mit 60.000 Euro zu Buche schlagen. Paderborn fördere 50 Prozent. Nicht gefördert würden Licht- und Elektroarbeiten.

Im zweiten Halbjahr wollen die Verantwortlichen der Gemeinde zu einem Workshop eingeladen, in dessen Rahmen die Vorstellungen erörtert werden sollen, die Pfarrkirche im Pastoralverbund als „Familienkirche“ zu nutzen. Die Bedürfnisse der Gemeinde sollten auf den Tisch kommen, gleichzeitig aber auch darauf geachtet werden, dass die Kirche als solche groß bleibe, hieß es.

Im Gespräch waren bisher mögliche Verkleinerungen des Innenraums mit Glasabtrennungen. Hubertus Teipel zog eine Zwischenbilanz: „Bisher ist alles nur Spekulation – es ist noch nichts entschieden.“ Mit der Architektin des Erzbistums werde der Workshop stattfinden; danach solle eventuell ein Architektenwettbwerb ausgeschrieben werden.

Weitere kleinere Baumaßnahmen sind die Errichtung eines Carports dort, wo jetzt der Container steht, sowie die Pflasterung der geschotterten Fläche vor der Friedhofskapelle.

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