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Für San Marino: Junger Sänger aus dem MK möchte beim ESC antreten

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Von: Julius Kolossa

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Christopher Grevener in San Marino. Für den bergigen Kleinstaat möchte der Garbecker im kommenden Jahr beim Eurovision Song Contest antreten.
Christopher Grevener in San Marino. Für den bergigen Kleinstaat möchte der Garbecker im kommenden Jahr beim Eurovision Song Contest antreten. © Grevener

Einmal auf der großen Bühne beim Eurovision Song Contest (ESC) stehen, auf der sich die Sänger dem Publikum und der Jury stellen, und dabei auf möglichst viele Punkte für sein Land hoffen: Der Garbecker Christopher Grevener (23) arbeitet daran, sich seinen Traum zu erfüllen.

Vielleicht ist der Garbecker beim 66. ESC dabei, der vom 19. bis 14. Mai 2022 in Turin stattfindet. Die ersten Weichen dafür hat er in diesem Monat gestellt. „Ich habe vom 13. bis 15. Dezember an einem Casting für den ESC-Vorentscheid in San Marino teilgenommen“, erzählt er im Gespräch mit der Redaktion. Denn in Deutschland sei es schwierig, in den Vorentscheid zu kommen. „Aber ich wollte nichts unversucht lassen, und habe mich in San Marino angemeldet, da dort auch Auswärtige zugelassen werden.“ Der Sieger des San-Marino-Vorentscheids, der im Januar bekannt gegeben werden soll, darf für diese Enklave in Italien mit eigener demokratischer Verfassung und etwa 34 000 Einwohnern auf etwa 60 Quadratkilometern beim ESC antreten. Christopher Grevener war beim Vorentscheid in der Kategorie der Newcomer dabei. Es sei ein Casting-Termin mit etwa 80 Sängern aus 26 Ländern gewesen. Sie alle hoffen darauf, von San Marino aus einen Anschub für ihre Gesangskarriere zu bekommen. „Auch wenn es nicht klappen sollte, war es die Erfahrung und die neuen Kontakte in jeden Fall wert“, sagt Grevener.

Der 23-Jährige konnte beim Casting auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen: „Ich singe seit meinem achten Lebensjahr. Früher mal in einem Chor, danach habe ich Gesangsunterricht genommen.“ Seit einigen Jahren arbeitet der bei der Firma Carl Berghöfer in Altena ausgebildete Industriekaufmann in seiner Freizeit alleine daran, sein Hobby zu perfektionieren. „Ich singe gerne powervolle Balladen und Popsongs.“ Sehr viel positive Resonanz habe er erhalten, als er in diesem Jahr sein erstes Video auf Instagram hochgeladen habe. Dies war auch die Motivation für Grevener, sich einen Traum zu erfüllen: „Ich bin ein großer ESC-Fan und wollte schon immer selbst auf dieser großen Bühne stehen.“ Mit einem norwegischen Komponisten schrieb und produzierte er eine Ballade für diesen internationalen Wettbewerb. „Details darf ich erst verraten, wenn Mitte Januar das Ergebnis des Dezember-Castings bekannt gegeben wird“, weist Grevener auf ein streng einzuhaltendes Reglement hin.

Der Weg bis Turin ist noch lang

Bis dahin muss der 23-Jährige abwarten. Sollte er beim Casting überzeugt haben, stünde für ihn ein erneuter Flug nach San Marino an. Denn dann, so Grevener, würde er im Februar mit seinem eigenen Lied im Halbfinale der Newcomer antreten, um von dort ins Finale der Newcomer-Rubrik des Vorentscheides zu kommen. Selbst wenn das gelingen sollte, wäre der Weg auf die ESC-Bühne nach Turin noch immer ein weiter.

Denn die neun besten Newcomer, die im Finale ermittelt werden, treten anschließend in einer Art Ausscheidungssingen gegen neun bekannte und professionelle Musiker um den Platz für San Marino beim ESC an. Sollte es für den ganz großen Wurf nicht reichen, hat sich Grevener vorgenommen, die Teilnahme sportlich zu sehen: „Wer nicht wagt, gewinnt halt nicht.“

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