Sozialer Wohnungsbau

Für 1,5 Millionen Euro: Stadt möchte bezahlbaren Wohnraum schaffen

Weil bezahlbarer Wohnraum auch in Balve knapp ist, möchte die Stadt jetzt tätig werden und 1,5 Millionen Euro in den Sozialen Wohnungsbau investieren.
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Weil bezahlbarer Wohnraum auch in Balve knapp ist, möchte die Stadt jetzt tätig werden und 1,5 Millionen Euro in den Sozialen Wohnungsbau investieren.

1,5 Millionen Euro will die Stadt Balve in diesem und dem nächsten Jahr für den Sozialen Wohnungsbau aufbringen – wenn denn die Politik sich diesem Vorschlag anschließt.

„Wir wollen ein Mehrfamilienhaus bauen, in dem bezahlbarer Wohnraum vermietet wird“, erklärte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Michael Bathe, auf Anfrage der Redaktion.

„Dafür möchte die Verwaltung mit den politischen Parteien in die Diskussion treten“, so Bathe weiter. Zwar ist die Stadt schon seit langer Zeit Immobilieneigentümerin mit einigen Objekten an den Straßen „Zu den Dinkeln“, dem „Hammergraben“, den Flüchtlingsunterkünften „Langenloh“, „Stockmeier-Gebäude“ und „Pickhammer“, den Feuerwehrgerätehäusern im gesamten Stadtgebiet und auch der alten Schule in Volkringhausen, doch sei der Bedarf nach weiteren bezahlbaren Wohnungen vorhanden.

Fast alle Wohnungen vermietet

„Fast alle unsere Wohnungen sind vermietet, nur für die alte Schule in Volkringhausen suchen wir einen Nachmieter.“ Insgesamt sei die Nachfrage größer als das Angebot: „Auch anerkannte Flüchtlinge mit Bleiberecht suchen Wohnungen, müssen aber mangels entsprechender Angebote teilweise weiterhin in den Flüchtlingsunterkünften bleiben.“

Jetzt möchte die Stadtverwaltung reagieren, indem sie 2021 zunächst 500 000 Euro und im Folgejahr eine Million Euro für den Bau eines Hauses für sechs oder acht Familien bereitstellen möchte. Dieser Vorschlag soll als Diskussionsgrundlage der Klausurberatungen der Ratsfraktionen CDU, UWG und SPD dienen. Bathe: „Mit der Politik soll überlegt werden, in Balve Wohnraum zu schaffen.“

Firma Planbau als „Vorbild“

Dabei hat die Stadt durchaus die Firma Planbau als „Vorbild“, denn in den 45 Jahren des Bestehens dieses Unternehmens (1973 bis 2018) wurden etwa 150 Wohnungen gebaut, mit denen für viele Menschen ein neues Zuhause geschaffen wurde. Im Eigentum von „Planbau“ befand sich auch das Drostenhaus. Nachdem dieses vor drei Jahren an Matthias Camminady verkauft worden war (wir berichteten), erfolgte die Auflösung der Firma beim Amtsgericht in Arnsberg.

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