Fünf Jahre Gesundheitscampus: "Stolz auf das Erreichte"

+
Ingo Jackschies ist seit der Eröffnung Geschäftsführer des Balver Gesundheitscampus.

Balve - Die Erinnerungen sind noch frisch: im Mai 2012 schloss das St. Marien-Hospital in Balve. Danach gründete sich eine Bürgerstiftung, die das Gebäude erhalten und als Gesundheitscampus für das Wohl der Balver neu beleben wollte – mit Erfolg.

Denn am kommenden Samstag, 27. Oktober, wird das fünfjährige Campus-Bestehen gefeiert. Zwischen 14 und 17 Uhr stellen sich im Erdgeschoss die Leistungsanbieter vor. 

Dies sind neben einer krankengymnastischen Praxis, einer ergotherapeutischen Praxis auch der Reha-Sport-Verein und der Kneippverein, die Demenzbetreuung, Selbsthilfegruppen und das Medizinische Versorgungszentrum. 

Dass dieses Haus wieder mit Leben gefüllt wurde, dafür hat maßgeblich Ingo Jackschies, Geschäftsführer des Gesundheitscampus, gesorgt. Im Interview mit dem SV blickt Jackschies auf die Zeit seit der Campus-Eröffnung zurück. 

Herr Jackschies, warum fiel damals die Wahl auf Sie als Geschäftsführer für den gesundheitscampus? 

Ingo Jackschies: Willi Hertin, einer der Mitgesellschafter der Bürgerstiftung, suchte jemanden, der das Gesundheitssystem kennt und der kreativ ist. Diese Suche stellte er auch in soziale Netzwerke. So bin ich darauf aufmerksam geworden. Ich habe mich damals auch dem Kirchenvorstand in St. Blasius vorgestellt, und bin eingestellt worden. 

Welche beruflichen Voraussetzungen brachten Sie für diesen Job mit mit? 

Jackschies: Ich habe Krankenhausbetriebswirtschaftslehre an der Uni Mannheim studiert, danach 21 Jahre die Kaufmännische Leitung von Krankenhäusern übernommen. Dazu gehörte auch, alles auf den Prüfstand zu stellen und manchmal Entlassungen oder Schließungen vorzunehmen, was nicht einfach war. Dann bot sich diese Herausforderung, in Balve etwas Neues aufzubauen.

Was wussten Sie damals über Balve? 

Jackschies: Nichts. Das war für mich vollkommen unbekanntes Gebiet. Aber ich habe mich schnell wohlgefühlt, weil mich alle sehr gut aufgenommen haben. 

Wie war der Anfang?

Jackschies: Damals hatte ich 5500 Quadratmeter an leerer Fläche hinter mir. Geblieben war damals nur die krankengymnastische Praxis. Für den Rest galt es, Mieter zu finden, was nach und nach gelang. Heute ist nur noch ein Bereich in der dritten Etage leer. Auf das bisher Erreichte können alle stolz sein, die dazu beigetragen haben, dass wir viele Leistungserbringer und moderne Wohnkonzepte im Haus haben. 

Was stehen für neue Aufgaben an?

Jackschies: An erster Stelle geht es nach wie vor darum, den guten Zustand dieser Immobilie zu erhalten. Dazu gehören Isolierungsmaßnahmen, aber auch eventuell der Bau einer Photovoltaikanlage zur Senkung der Stromkosten. Außerdem ist es an der Zeit, die 500 Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchtkörper auszutauschen. 

Im Gesundheitscampus wird eine Tagespflege angeboten sowie eine Wohngruppe für Demenzerkrankte und Langzeitbeatmete. Welche weiteren Angebote würden Sie gerne noch schaffen?

Jackschies: Wir möchten Wohnangebote für Menschen mit Handycap machen. Platz haben wir noch etwas in der dritten Etage, aber auch noch in der ersten und zweiten Etage im ehemaligen Schwesternwohnheim. Hier stehen wir in Gesprächen mit der Bürgerstiftung als Eigentümer über einen Mietvertrag mit uns. Eventuell können wir auch das Außengelände nutzen, welches der Kirche gehört. Hier sind entweder Erbpacht oder Kauf möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare