Führungswechsel bei der Volkringhausener Wehr

Christian Boike steht ab 2014 als Löschgruppenführer nicht mehr zur Verfügung. - Foto: Kolossa

Volkringhausen -   In der Löschgruppe Volkringhausen wird der Führungswechsel vorbereitet: Christian Boike, seit dem Jahre 2007 Löschgruppenführer, erklärte im Rahmen der Jahresdienstbesprechung am Samstag, dass er ab 2014 für dieses Amt aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Als seinen Nachfolger schlug er Stefan Eichhoff vor.

Einstimmig stimmten die Blauröcke diesem Vorschlag zu, den der stellvertretende Wehrleiter im Rahmen der Dienstbesprechung mit der Wehrführung zur Diskussion stellen wird. Christian Boike wird weiterhin als Zugführer der drei Einheiten aus Beckum, Volkringhausen und Eisborn im Einsatz sein.

In seinem Jahresdienstbericht stellte Boike fest: „Wir waren 1760 Stunden für die Bürger im Dienst.“ 352,5 Stunden (2011: 276) in 29 Einsätzen (2011: 26) verzeichnete Boike im vergangenen Jahr. So wurden die Volkringhausener Brandschützer unter anderem zu Verkehrsunfällen, einem Einsatz im Binoler Bahnhof und zu Einsätzen nach Hochwasser gerufen.

15 Mal wurden die Qualifizierten Erst-Helfer (QEH) bei lebensbedrohlichen Erkrankungen alarmiert. „Drei Mal konnten wir lebensrettend helfen und bei einer Vielzahl von Einsätzen die Heilungsaussichten verbessern,“ zog Boike Bilanz. Zwölf Minuten vor dem Eintreffen von Rettungswagens und Notarztes seien die Qualifizierten Erst-Helfer nach Angaben Boikes am Ort des Geschehens gewesen. Von der Leitstelle des Märkischen Kreises gab Boike ein „Weiter so!“ an seine Kameraden weiter. Er machte nochmals deutlich, dass die Qualifizierten Ersthelfer eine Versorgungslücke schließen und fügte hinzu: „Im Februar wird über eine Fortsetzung mit Wehrleitung, Bürgermeister und Kreis beraten.“ Im Rahmen dieses Treffens will sich Boike für eine Fortsetzung des QEH-Projekts einsetzen.

Im weiteren Verlauf seines Berichts, in dem er auch auf Brandsicherheitswachen, Übungen und Lehrgänge einging, betonte der Löschgruppenführer: „Die Feuerwehren aus den benachbarten Ortsteilen müssen enger zusammen rücken.“

Schließlich könnten Einsätze aufgrund der beruflichen Belastung der Kameraden zukünftig nur noch gemeinsam gefahren werden. In Volkringhausen gibt es 23 aktive Blauröcke; vier Kameraden gehören der Ehrenabteilung an.

Christian Boike richtete sich auch an die Politik: „Aufgrund des demografischen Wandels stehen uns immer weniger Leute zur Verfügung – dennoch wird uns die Ausrüstung gestrichen.“ Aber: „Sicherheit kosten eben Geld!“ Hubertus Schweitzer, Ortsvorsteher und Ratsmitglied, wies darauf hin, dass der Stand der Feuerwehren nach und nach verbessert wurde. Sein Rat: „Bringt Euch ein beim Dorfentwicklungskonzept.“

Informationen aus der Wehrleitung hielt der stellvertretende Wehrleiter Frank Busche bereit. Er verwies darauf , dass der Gerätewagen Gefahrgut (Standort Garbeck) nach über 30 Jahren nicht mehr durch den Tüv gekommen sei. Die Ausrüstung wird auf die anderen Fahrzeuge verteilt, demnächst soll ein Ersatzfahrzeug angeschafft werden. Auch in Beckum wird nach 25 Jahren bald ein neues Tanklöschfahrzeug fällig.

Wehrleiter Winfried Reinken wird im Rahmen des Stadtverbandstages am 7. September in den Ruhestand verabschiedet. Seine Stelle solle intern neu besetzt werden. Interessierte finden die Stellenausschreibung in den Gerätehäusern und im Internet. Für die Mitglieder des Fördervereins – dessen Versammlung fand ebenfalls am Samstag statt – erläuterte der Vorsitzende Christian Boike dass Strobo-Blitzer für die Absicherung von Unfallstellen sowie Ausrüstungsgegenstände für die Qualifizierten Erst-Helfer angeschafft worden seien.

Von Julius Kolossa

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