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Friedenstaube auf den Uhufelsen: Unbekannte Felskletterer im MK im Einsatz

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Von: Julius Kolossa

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Die Friedenstaube ist auf den Uhufelsen wieder deutlich zu erkennen.
Die Friedenstaube ist auf den Uhufelsen wieder deutlich zu erkennen. © Kolossa, Julius

Seit den 1970er-Jahren prangte eine aufgemalte weiße Taube in einem blauem Kreis als Symbol des Friedens auf den Uhufelsen im Hönnetal. Im Laufe der Jahre verwitterte die Farbe immer mehr, sodass die Taube kaum noch zu sehen war – und dementsprechend in Vergessenheit geriet.

Seit der vergangenen Woche ist sie aber plötzlich wieder in voller Farbenpracht zu sehen – und zwar von der Hönnetalbahn aus, vom Wanderweg und auch von der Straße.

Auf Anfrage unserer Redaktion zu den Hintergründen erinnert sich Andreas Kolarik, Vorsitzender vom Naturhistorischen Verein Hönnetal: „Die Taube wurde in den 70ern von Friedensaktivisten an den Felsen gemalt.“ Und: „Wahrscheinlich war die Friedenstaube selten passender als jetzt.“

Auch von der Bundesstraße aus fällt die Friedenstaube sofort ins Auge.
Auch von der Bundesstraße aus fällt die Friedenstaube sofort ins Auge. © Kolossa, Julius

Restaurierungsarbeiten in luftiger Höhe

Dafür nahmen unbekannte Felskletterer sich vor einigen Tagen der Aufgabe an, in luftiger Höhe die Restaurierungsarbeiten vorzunehmen. Andreas Kolarik hat zu dieser Aktion folgende Meinung: „Das ist absolut nicht passend, und auch eine nicht genehmigte Auffrischung ist nicht okay. Wir verstehen aber den Sinn dahinter.“ Auch dem Märkischen Kreis, Eigentümer dieses Bereichs, ist der Sachverhalt bekannt. Pressesprecher Alexander Bange sagte auf Nachfrage: „Es wird intern rechtlich geprüft, ob es sich um unbefugtes Betreten des Naturschutzgebietes und Sachbeschädigung handelt.“ Dann würden eventuell Anzeigen erstattet.

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