„Freude“ in den letzten Tagen der Gartenschau

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Die kleinen Akteure des Märchen-Musicals „Freude“ haben auf der Landesgartenschau schon kräftig die Werbetrommel für die Aufführung am Samstag gerührt. ▪

BECKUM/HEMER ▪ Es ist im Eventkalender der Landesgartenschau (LGS) nicht verzeichnet, das Märchen-Musical „Freude“ aus der Feder von Kurt Gäble und Paul Nagler. Dennoch wird der Musikverein Beckum dieses musikalische, Generationen übergreifende Projekt am Samstag, 16. Oktober, im Grohe-Forum auf dem Gartenschau-Gelände präsentieren. Beginn ist um 16 Uhr.

Bereits im März wurde dieses vom Land geförderte Projekt äußerst erfolgreich in der Beckumer Hönnetalhalle aufgeführt. Rund 120 Akteure im Alter zwischen zwei und 62 Jahren hatten es über viele Wochen und Monate unter der Regie von Gabi Krieger einstudiert. Und da sollte es nur bei den zwei Vorstellungen in der Hönnetalhalle bleiben? Der Vorsitzende des Musikvereins, Andreas Weißmüller, suchte nach weiteren Spielstätten. Und was bot sich da besser an, als die neue, hochmoderne Bühne auf der Landesgartenschau? Doch die Verantwortlichen in Hemer zeigten sich zunächst nicht angetan und die Sache schien im Sande zu verlaufen. Dann doch noch der Anruf aus Hemer: Das Musical soll als eines der Highlights in den letzten Tagen der LGS präsentiert werden.

Nun heißt es für die Beckumer, die Werbetrommel zu rühren und die verbleibende Zeit zu nutzen, um sich fit für den Auftritt in Hemer zu machen. Die jungen, bunt kostümierten Laiendarsteller haben auf dem LGS-Gelände bereits eifrig Mini-Flyer an die Besucher verteilt, damit der Auftritt mangels Aufnahme in den Veranstaltungskalender auch Bekanntheitsgrad erreicht und die Halle am 16. Oktober gut gefüllt ist.

Märchen erzählen nicht nur von vergangenen Zeiten und sind nicht nur für Kinder erdacht worden. Nein, es gibt auch Märchen für Erwachsene oder für Erwachsene und Kinder. Eines dieser Märchen stellt sich in der Form eines Musicals dar und trägt den Titel „Freude“ – und es vermittelt dem Zuschauer auch eine Moral.

Zum Inhalt: In einer seelenlosen Umwelt produziert ein Unternehmer Dinge, die – angeblich – Freude erzeugen sollen. Kein Wunder, dass er darüber seine eigene Freude an der Sache verliert. In den alten Märchen sandte der König in solchen Fällen seine Boten aus, damit sie für ihn nach Rat suchten. Heute bedient man sich des Internets. Die E-Mails des Unternehmers, die er an die verschiedensten „Kontakte“, also seine Kunden und damit auch seine Bekannten verschickt, bringen ihm nichts Neues. Sie helfen ihm nicht, die Freude wieder zu finden. Bis auf die letzte Nachricht, welche er von einer wundersamen Frau erhält. Diese verleitet ihn zu dem Wagnis, aus seiner technischen Welt auszubrechen und den Fuß in unbekanntes Land zu setzen. Er nimmt die Herausforderung an und von da widerfahren ihm ungeahnte Dinge: Ihn empfangen Blumen, Bäume und Schmetterlinge und schließlich findet der Geschäftsmann seine Freude wieder, getreu dem Sinn des Musicals „Gespürt – erfüllt – verändert“.

Aufwendige Kostüme dürften bei den zahlreich erwarteten Besuchern für einen Augenschmaus sorgen. Musikalisch mit im Boot sind die Kinder des Balver Kinderchores unter der Leitung von Patricia Vivanco und natürlich die Musiker des Beckumer Orchesters unter der Leitung von Udo Fricke. Auch Ohrenschmaus ist somit garantiert.

Die 45-minütige Aufführung wird übrigens Bestandteil des offiziellen Films über die Landesgartenschau. ▪ UT

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