Wahlkreis MK II

Freitag-Nachfolge: Geyhan möchte mit dem Faktor Heimat punkten

Yalcin Geyhan ist bereits jetzt politisch für die SPD in Balve und im Unterbezirk aktiv. Jetzt möchte er für die Sozialdemokraten auch in den Bundestag.
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Yalcin Geyhan ist bereits jetzt politisch für die SPD in Balve und im Unterbezirk aktiv. Jetzt möchte er für die Sozialdemokraten auch in den Bundestag.

Yalcin Geyhan (31) macht sich bereit für den Endspurt, um am Samstag bei der Versammlung der Delegierten des SPD-Unterbezirks Märkischer Kreis in Neuenrade nochmals Wahlkampf in eigener Sache zu machen

Denn Geyhan möchte für die Sozialdemokraten in den Bundestag.

Wenn die Delegierten am Samstag im Saal des Hotels Kaisergarten über die Nachfolge von Dagmar Freitag als SPD-Kandidat für den heimischen Wahlkreis 150 (MK II) entscheiden, ist Geyhan einer von zwei Kandidaten. Ebenfalls noch ins Rennen geht Bettina Lugk, die vom Ortsverein Hennen-Kalthof nominiert wurde.

Geyhan gilt als Außenseiter

Sollte Geyhan, der als Außenseiter gilt, sich durchsetzen, wäre er das erste Mitglied des kleinen SPD-Ortsvereins Balve, das für ein Direktmandat im Bundestag kandidiert. „Es ist fast schade, dass der Wahlkampf jetzt praktisch vorbei ist“, erzählt Geyhan im Gespräch mit der Redaktion. Nach seiner Nominierung durch die Balver SPD am 26. Oktober machte sich der türkischstämmige Jurist daran, sich bei den Genossen im Wahlkreis einen Namen zu machen.

„In Balve und Neuenrade bin ich schon bekannt – in Iserlohn, Plettenberg und auch Altena wissen die Leute jetzt auch, wer ich bin und für was ich stehe.“ Yalcin Geyhan will mit seinem politischen Engagement ein Zeichen setzen gegen Hass und Rechtsextremismus. Sollte er gewählt werden, möchte der 31-Jährige dafür sorgen, dass die Unternehmen im Märkischen Kreis, teils Weltmarktführer in ihren Bereichen, im digitalen Zeitalter mithalten können. Zudem sollen weitere Möglichkeiten geschaffen werden, dass junge Familie in der Region einen guten Arbeitsplatz, aber auch einen sicheren Ort zum Wohnen und Leben finden.

Viele Gespräche mit Orts- und Stadtverbänden geführt

Mehr als 30 Gespräche in Zoom-Konferenzen hat Geyhan mit Orts- und Stadtverbänden geführt: „Es ist unglaublich schade, dass es diese Pandemie-Situation gibt, die ein Miteinander und den direkten Kontakt zu den Mitmenschen derzeit unmöglich macht.“ Und doch glaubt er, punkten zu können gegen seine Gegenkandidatin Bettina Lugk, aus Brandenburg, die in der Verwaltung des Deutschen Bundestag im Büro des Vizepräsidenten tätig ist und brandenburgischen Ludwigsfelde lebt.

Yalcin Geyhan wird vor der Abstimmung noch einmal alles geben in seiner persönlich gehaltenen Rede vor den Delegierten, verrät er. „Der Märkische Kreis ist meine Heimat, und dafür stehe ich ein.“ Deshalb fordert er unter anderem, dass die Betriebe und Unternehmen in der Region von den Fördertöpfen, die für Instandhaltungen und Investitionen zur Verfügung stehen, mehr profitieren müssen. Im Deutschen Bundestag würde ihn besonders die Arbeit in den Ausschüssen „Verbraucherschutz“, „Wirtschaft“ und „Auswärtiges“ interessieren.

Es existiert auch ein Plan B

Sollte Geyhan am Samstag das Votum der Delegierten für seine politischen Ziele erhalten, würde bereits am Folgetag die Vorbereitung auf den Wahlkampf beginnen. „Ich würde eine Kampagne entwickeln“, stellt er dar. Sollte er am Samstag nicht gewählt werden, greift Plan B: „Seit Oktober bin ich in diesem Wahlkreis politisch aktiv. Die Arbeit macht mir so viel Spaß, dass ich diese nicht mehr missen möchte – ich mache kommunalpolitisch auf jeden Fall weiter.“ Das würden bedeuten: Mitarbeit als Sachkundiger Bürger im Kreistag in Lüdenscheid, Beisitzer im Unterbezirksvorstand der SPD und Ratsherr in Balve, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Beisitzer im Ortsverein.

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