200 Delegierte trafen sich in Balve

Rekordjahr für die Freilichtbühnen in NRW

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Mehr als 200 Delegierte kamen zur Versammlung des Freilichtbühnenverbandes.

Balve - Schon jetzt war 2018 ein Rekordjahr für die nordrhein-westfälischen Freilichtbühnen: 328.000 Besucher zählten die 17 Bühnen.

Organisiert sind diese im Verband der deutschen Freilichtbühnen (VdF) – Region Nord, zu der auch 19 Bühnen in Niedersachsen und sechs in Nordhessen gehören. Die 42 Bühnen dieses Verbandes freuten sich über 590.000 Besucher – auch dieses Ergebnis lag nur knapp unter dem bisherigen Rekord. Nimmt man die Besucher der 48 Freilichtbühnen der Region Süd hinzu, überschritt die Besucherzahl der Mitgliedsbühnen im Jahr 2018 die Millionengrenze knapp – und zwar um 30 000. 

Als die Balver Höhle einst diesem Verband beitreten wollte, stand der Begriff Freilichtbühne dem ein wenig im Wege. Doch bis auf das vom Schöpfer der Welt oder den sympathischen Aktivitäten der Geologie geschaffene Dach der Höhle erfüllt diese natürliche Spielstätte alle Voraussetzungen einer Freilichtbühne. 

Die NRW-Freilichtbühnen im Überblick

Und als Vollmitglied des Verbandes richteten die unermüdlichen Aktiven der Balver Höhle nun auch die jährliche Verbandstagung der Region Nord des Verbandes der deutschen Freilichtbühnen aus. „Es ist eine große Herausforderung, dass die Tagung heute bei uns stattfindet“, deutete Thomas Kruse vom Höhlen-Verein diverse Arbeitseinsätze an. 

"Hätte Bürgermeister gerne hier gesehen" 

In den Räumen der Realschule Balve trafen sich am Wochenende weit mehr als 200 Delegierte von fast allen 42 Mitgliedsbühnen der Verbandsregion Nord, um über die allgemeine Lage der Freilichtbühnen und mögliche Verbesserungen zu beraten. 

Viele hatten eine lange Anreise für ihre Teilnahme in Kauf genommen. Verbandspräsident Heribert Knecht eröffnete den Reigen der Redner mit den imposanten Besucherzahlen und wunderte sich über die Abwesenheit von Hubertus Mühling: „Ich hätte den Bürgermeister schon gerne hier gesehen.“

Ob die Schelte, dass dem Bühnenverein „größere Wertschätzung und Unterstützung“ zuteil werden müsse, berechtigt war, mag vorerst offen bleiben: Alexander Schulte, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, glättete die Wogen und kündigte nicht weiter präzisierte Maßnahmen an. 

Regierungspräsident will Freilichtbühnen mehr fördern

Neben Landrat Thomas Gemke, der die Delegierten mit einem kraftvollen Werbeblock für den Märkischen Kreis begrüßte, war der Arnsberger Regierungspräsident Hans-Josef Vogel der prominenteste Ehrengast. 

Er dankte den ehrenamtlichen Aktiven für ihre Arbeit und legte ein leidenschaftliches Bekenntnis zu den „Verführungskräften von Kunst und Kultur“ ab. Schon die Theater der Antike, die Freilichttheater waren, hätten zentrale Fragen der Menschen aufgegriffen: Wie wollen wir zusammen leben? Wie stellen wir uns die Götter vor? Wie bringen wir das menschliche Leben in Tanz, Musik und Bildern auf die Bühne? „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, zitierte der Regierungspräsident den Dichter Friedrich Schiller und sagte weitere regionale Finanzmittel für eine „großartige Arbeit“ zu. „Wir werden hier in Südwestfalen darauf hinwirken, dass das mehr wird.“

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