Freie Fahrt auf der B 515 voraussichtlich Ende März

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Sollte sich doch mal ein Stück Gestein aus dem Fels lösen, soll dieses durch den neuen Zaun aufgefangen werden.

NEUENRADE/BALVE ▪ Viele Steine sind im Hönnetal auf die Bundesstraße 515 heruntergestürzt. 200 Tonnen Gestein mussten seit dem 5. Dezember des vergangenen Jahres beseitigt werden, als mit den Räumungs- und Sicherungsarbeiten im Hönnetal begonnen wurde. Jetzt stehen die Arbeiten auf der etwa 300 Meter langen Strecke kurz vor dem Abschluss.

„Freie Fahrt ist spätestens ab Ende März geplant“, teilte Michael Neumann, Projektleiter von Straßen.NRW, am Mittwoch im Rahmen eines Pressegespräches mit.

Der eigentliche Felssturz, der die Sperrung der Bundesstraße 515 erforderlich machte, ereignete sich am 18. August. „Weil es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, musste das Vorgehen bei den Sicherungsarbeiten mit Biologen abgestimmt werden“, nannte Neumann den Grund für die langwierigen Sicherungsarbeiten.

Weil hier Technik auf Natur treffe, seien ganz besondere Maßnahmen erforderlich geworden: So mussten vier Meter hohe, elastisch-flexible Fangzäune an 80 Ankern, bis zu zehn Meter tief in den Fels gebohrt werden. Spiralseilnetze – die so genannten „Spidernetze“ – wurden in 40 Metern Höhe an den Fels montiert. Dafür wurden 150 Anker, die jeweils vier Meter lang sind, benötigt, wie der Experte am Mittwoch erklärte. Letztere sind ebenfalls Auflage der Naturschutzbehörde. Neumann: „Auf den ersten Blick fallen die Netze nicht auf, weil sie sich an den Stein anschmiegen.“

Dass diese Spiralseilnetze schnell zu montieren sind, zeigten fünf Felskletterer, die die mit einem Kran an ihren luftigen Arbeitsort gebrachten Netze ausrollten und spannten. 800 Quadratmeter groß war die Hangfläche, die am Mittwoch innerhalb von acht Stunden auf diese Weise gesichert wurde. Insgesamt etwa 800 000 Euro kostete diese gesamte Maßnahme einschließlich der Vorräumung.

„Der schwerste Brocken, der dabei weggeschafft wurde, wog fünf Tonnen“, wie Neumann berichtete.

Sollte sich nach diesen aufwändigen und langwierigen Sicherungsarbeiten an der Bundesstraße 515 doch wieder einmal ein Stück Gestein aus dem Fels lösen, wird dieses nun durch den neuen Zaun aufgefangen, wie der Experte erklärte. Von Julius Kolossa

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