Dicht gedrängte Reihen beim Frauenkarneval

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Großartige Ideen und aufwändige Verkleidungen waren in Langenholthausen zu sehen. - Foto: Kolossa

LANGENHOLTHAUSEN -   So viel Publikum hatte die kfd Langenholthausen beim Frauenkarneval noch nie. Die Stühle in der Grundschule reichten am Mittwoch für die Besucher nicht aus, so dass die kostümierten Närrinnen auch an den Wänden dicht gedrängt standen. Belohnt wurde diese vielen Besucher mit einem Programm, bei dem von Anfang der Funke von bestens aufgelegten Darstellerinnen in das Auditorium übersprang.

Ingrid Förster führte als Engel, der gerne in Langenholthausen weilt, „weil hier mehr los ist als im Himmel“ durch den Abend. Zu unserer Zeitung meinte das kfd-Vorstandsmitglied über den unerwartet großen Besucherandrang: „Es wird bei vielen wohl auch die Angst eine Rolle spielen, den Frauenkarneval das letzte Mal zu erleben.“ Und auch beim Seniorennachmittag am Sonntag, der von kfd und Caritas für die älteren Mitbürger ausgerichtet wird, war ähnliches zu bemerken: „Wir hatten noch nie so viele Leute wie diesmal zu Gast.“

Aber in Langenholthausen hat die Arbeit der Frauen eine Zukunft, wie Ingrid Förster betonte. Es lägen bereits mehrere Angebote für Versammlungs- und Auftrittsorte vor. Näheres wollte sie aber zur Zeit noch nicht bekannt geben.

Ob auch die Aula nach der Schulschließung im Juli (wir berichteten) dazugehört, konnte sie nicht bestätigen. „Wie die anderen Vereine im Dorf ist auch uns noch nichts über die weitere Nutzung bekannt“, sagte sie dazu.

Programm von bester Qualität

Das in der Aula gezeigte Programm war außer Frage von bester Qualität – dies bestätigten die Anwesenden mit ihrem Applaus. Bunt verkleidet verfolgten die Frauen im Publikum wie die ebenso einfallsreich gewandeten Frauen auf der Bühne ihre dargestellten Charaktere auslebten.

Die Frauen an den Tischen hatten viel Spaß. - Foto: Kolossa

So hatte der heilige Antonius zum wiederholten Mal mit der vergesslichen Rita zu tun, die mal wieder ihren Schlüssel verloren hatte. Dies führte zu wiederholten Anrufen beim Treffen aller Schutzheiligen, wo St. Blasius den ihm angetragenen Job von St. Antonius souverän ablehnte: „Ich bin nur für verschluckte Gräten, nicht für verlegte Gegenstände zuständig.“

Aber schließlich nahm das Rätsel um den verlorenen Schlüssel doch noch ein gutes Ende, „wenn auch zum letzten Mal“, wie St. Antonius betonte: „Er liegt unter dem Salat!“

Die Akteurinnen liefen bei ihren Auftritten jeweils zur Hochform auf, und dies sowohl bei der „Bischöfinnenkonferenz“, als auch beim „Antonius“, in der „Arztpraxis“, dem Sketch auf der „Parkbank“, im „Diät-Restaurant“, „Männer und anderen Katastrophen“, „Blondie fragt nach“ und „Aschenputtel“.

Putzfrau Agnes setzt eine Pointe nach der anderen

Die vergessliche Rita musste sich vom Heiligen Antonius und vom Heiligen Blasius helfen lassen. - Foto: Kolossa

Ganz große Klasse war Kathrin Stederoth-Simon als Putzfrau Agnes, die beim Fegen der Bühne eine Pointe nach der anderen setzte, so dass das Publikum aus dem Lachen nicht mehr herauskam.

Um eine Zugabe nicht herum kam die Tanzgruppe des TuS Langenholthausen, viel Schlussbeifall gab es für alle Aktiven, und für einen langen Abend sorgte DJ Marcus Engel, der als Elvis verkleidet das Narrenschiff der kfd Langenholthausen auf Kurs hielt. - von Julius Kolossa

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