Frauengemeinschaft kehrt Bundesverband den Rücken

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48 Mitglieder der kfd Volkringhausen waren bei der hierfür einberufenen Versammlung anwesend und gaben ihre Stimmzettel ab.

Volkringhausen -  Die kfd Volkringhausen ist aus dem Bundesverband der Katholischen Frauengemeinschaften ausgetreten. 45 Mitglieder stimmten während der eigens einberufenen Versammlung für den Austritt, drei enthielten sich der Stimme. Damit schlossen die Volkringhausener Frauen ein Kapitel, das seit mehr als zwei Jahren für Unmut sorgte, da vom Jahresbeitrag in Höhe von 20 Euro jedes Mitglied jeweils 15,40 Euro an den Bundesverband abgeben muss.

Weil in Volkringhausen alle Mitglieder ab 75 Jahren beitragsfrei gestellt sind, der Verband aber mit dem Geld aller hier verzeichneten 95 Mitgliedern rechnet, gerät die kfd an ihre finanziellen Grenzen. Schnell wollten die Frauen zur Abstimmung kommen, doch musste das Vorstandsteam zunächst „überraschenden Besuch“ bekannt geben: Rita Sprenger vom Bezirksverband und Marita Hepping vom Diözesanvorstand Paderborn nahmen an dieser außerordentlichen Versammlung teil. Wortführerin Marita Hepping warb für den Verbleib im Bundesverband. 500 000 Mitglieder würden der kfd angehören, jedes könne die Arbeit mit seinem Mitgliedsbeitrag unterstützen.

Wenig Verständnis hatten die Volkringhausenerinnen für diese Ausführungen. Sie hatten diese Diskussion bereits viele Stunden im eigenen Kreis geführt. Vom Vorstand aus sei das Dezernat über geplante Versammlung informiert gewesen. Eine Reaktion sei nicht erfolgt. Allerdings sei auch niemand vom Dezernat eingeladen worden. Erst am Abend vor der Versammlung, sagte Mechthild Szyszka, Mitglied des Vorstandsteams, hätte sie von den Besucherinnen erfahren.

Weil die Mitglieder nun kein Interesse mehr an einem weiteren Austausch hatten, fand eine geheime Abstimmung statt. Für einen Austritt der kfd und eine Auflösung sei eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich, teilten die Vorstandsmitglieder vorab mit. An dieser gab es nach der Auszählung dann keine Zweifel mehr. Mit dem Hinweis, dass jede Frau persönlich kündigen müsse, verließen Rita Sprenger und Marita Hepping die Versammlung. Nach einer kurzen Pause fand die Gründung einer „Frauengemeinschaft Volkringhausen“ statt.

Das bisherige Vorstandsteam bedankte sich für die bisherige gute Zusammenarbeit und das große Vertrauen, mit dem große Berge überwunden worden seien. Einige Frauen machen im neuen Vorstand weiter, der sich wie folgt zusammen setzt: 1. Vorsitzende ist Mechthild Szyszka, 2. Vorsitzende Monika Schwabbauer, Kassiererin: Ute Karhoff, Schriftführerin: Sabine Arens. An der Fahne gehen Marlies Menge, Gerlinde Gerrath und Beate Alberts. In einem Team arbeiten Christine Schmidt-Schöfer, Beate Alberts und Marlies Menge für den Vorstand mit.

Diskutiert wurde über diverse Aktivitäten, wie Besuche ab dem 75. Geburtstag und Jubiläen, Vorbereitung von Andachten, Wanderungen, Fahrten und Frühstück oder Kaffetrinken. Einig waren sich die Anwesenden über die Höhe des Jahresbeitrags, der 20 Euro beträgt. Beitragsfrei gestellte Mitglieder soll es von nun an nicht mehr geben.

Für den Vorstand geht es nun an die Detailarbeit, so auch die Abwicklung mit dem Diözesanverband. Gerechnet werde damit, dass der Austritt bis zum 1. Januar 2015 vollzogen werden könne. Frauen, die an einer weiteren Mitgliedschaft in einer kfd interessiert seien, könnten von anderen Gemeinschaften im Raum Balve aufgenommen werden.

Von Julius Kolossa

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