180 Frauen im Griff der Hexen

Beinahe inkognito, hinter blickdichten Sonnenbrillen versteckt, feierten diese beiden Frauen mit. Gleichzeitig bewiesen sie ordentlich Mut zur Farbe. - Foto: Kolossa

VOLKRINGHAUSEN -   Mit ihrem Motto „Hexen“ verzauberte die kfd am Donnerstag das Publikum in der Schützenhalle: Höhepunkt des Tages war dabei eine stürmische Umsetzung des Liedes „Je t’aime“ von Jane Birkin und Serge Gainsbourg.

Die beiden Akteure Monakira und Mechthild sorgten dafür, dass ihr Publikum aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Einmal bei Loriot gesehen, und dann auf die Volkringhausener Bühne gebracht – die Idee dazu kam von Monakira.

Weiberfastnacht in Volkringhausen

Weiberfastnacht in Volkringhausen

Die vielseitig begabte Frau hatte zuvor mit dem „Tanz vom Balkan“ eingeheizt. Auch bei weiteren Sketchen war sie als Teil des insgesamt 14-köpfigen Ensembles mit von der Partie. Jede Frau brachte sich selbst mit ein; dadurch wurden die Sketche und musikalischen Darbietungen zu einem Erfolg.

Eingestimmt wurden die 180 Närrinnen mit dem „Hexentanz“. Monika Schwabbauer, Sprecherin des kfd-Teams: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf. Die Stimmung ist bestens.“ Dass die Halle nicht ganz so voll war wie im Vorjahr, wurde dem Wetter zugeschrieben: „Uns lagen mehr als 200 Anmeldungen vor; einige Frauen haben sich vom Schnee wohl abschrecken lassen.“ Wer aber in der Halle war, der ließ die weiße Pracht hinter sich, und feierte kräftig mit. Rakete auf Rakete wurde „abgeschossen“.

Verdient hatten sich diese die Rainbow-Colours: Volkringhausener Mädchen, die mit dem Gardetanz und einer Showeinlage überzeugten. Käthe von der Glashütte wusste alles aus dem Dorfleben, die weiteren Programmpunkte „Erlkönig“, „Der Patient“ und „Das Rennpferd“ waren ebenfalls große Lacherfolge.

Bei den Meyers war auch was los. Als die ganze Familie zusammenkam, tauschte sie Informationen aus, wie Pässe und Bargeld im Urlaub sicher zu verstecken seien. Hut und BH seien gute Verstecke, doch die Schlüssel sollten vielleicht besser nicht „Du weißt schon, wohin“ gesteckt werden. Letztlich entbrannte eine verhängnisvolle Diskussion, die für den Mann nach 13 Jahren zum Scheidungsgrund wurde.

Das große Finale wurde mit der „Hitparade“ eingeläutet, die mit „Tage wie dieser“ der Toten Hosen endete. Danach übernahm Roland Raabe am Keyboard die musikalische Unterhaltung für die närrischen Frauen in Volkringhausen.

Von Julius Kolossa

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