Altenpflegeheim St. Johannes sucht Sponsoren

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Präsentierte gestern die Pläne für den behüteten Sinnesgarten, der im kommenden Frühjahr am Altenpflegeheim St. Johannes entstehen soll: Einrichtungsleiter Franz-Josef Rademacher.

BALVE ▪ Franz-Josef Rademacher, Leiter des Altenpflegeheims St. Johannes, und sein Team planen die Anlage eines behüteten Sinnesgartens. „Wir haben vom Deutschen Hilfswerk die Zusage für die Förderung in Höhe von 50 000 Euro für die Anlage eines solchen Gartens erhalten“, sagte Franz-Josef Rademacher am Dienstag.

Die dafür vorgesehene Fläche in Richtung Hallenbad/Krankenhaus-Parkplatz solle vom kommenden Frühjahr bis zum Sommer 2013 umgestaltet werden. „Pläne liegen bereits vor“, so Rademacher. „Jetzt suchen wir noch Sponsoren“, erklärte der Einrichtungsleiter, der hofft, die noch fehlenden 100 000 Euro auf diesem Wege bereit stellen zu können.

Acht Seiten umfasst das vom Altenpflegeheim St. Johannes angelegt Konzept, in dem wie folgt für den Garten argumentiert wird: „Auch pflegebedürftige Menschen wollen sich draußen bewegen können und verspüren einen Drang nach frischer Luft, nach Natur, Wind und Sonne und oftmals auch nach Beschäftigung. In dem Bemühen, einen bedürfnisorientierten und normalitätsvermittelnden Ablauf des Alltags zu erreichen, sollte auch die Gestaltung der Außenanlagen und hier insbesondere die Möglichkeit, Zeit draußen im Garten bereichernd zu verbringen, berücksichtigt werden“, heißt es in dem Konzept.

Wohlfühlen sollen sich die Bewohner in dem neuen Garten, für den ein barrierefreier Ein- und Ausgang geschaffen werden soll. Das Konzept sieht vor, auch den Bettlägerigen Bewohnern das Erleben der Natur zu ermöglichen. Eine elektrisch betriebene Tür, die breit genug ist, um ein Pflegebett hindurch zu schieben, ist deshalb für den Zugang zum Sinnesgarten ebenfalls geplant.

Rademacher: „Mit dem Projekt wollen wir dem stark ausgeprägten Bewegungsdrang der dementiell Erkrankten entgegen kommen.“ Der Rundweg berücksichtige Orientierungsdefizite und biete eine abwechslungsreiche Wegstrecke für eine kleinere oder größere Runde ohne Stolperfallen. Altersgerechte Bänke oder Stühle säumen laut Rademacher den Rundweg, ohne allerdings die Breite des Weges zu beeinträchtigen.

Mit jahreszeitlich typische Blumen, die ebenso gepflanzt werden sollen wie verschiedene Obstbäume, soll auf vielfältige Weise das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, und Tasten der Senioren angeregt werden.

Diese als förderungswürdig anerkannte Anlage benötige nach Angaben des Einrichtungsleiters nun Sponsoren, die mit ihrem Geld helfen, die Kosten, die sonst aus dem laufenden Haushalt gedeckt werden müssen, zu senken. ▪ jk

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