CDU, UWG und SPD in Balve

Fragen an die Parteien: Wie stehen Sie zu den umstrittenen Straßenbauprojekten K 11 und Balver Ortsumgehung?

Baustellen-Schilder
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Baustellen-Schilder.

Balve - Mit dem Ausbau der K 11 zwischen Leveringhausen und Ihmert sowie der Balver Ortsumgehung, die von der Kallerheim-Kurve an der Kernstadt vorbei bis nach Langenholthausen führen soll, stehen Balve in den nächsten Jahren zwei durchaus umstrittene Straßenbauprojekte bevor. Wie ist Ihre Position bei diesen beiden Projekten: Sind sie unbedingt notwendig, oder sehen Sie Alternativen?

CDU: B 229: Erster Bauabschnitt ist alternativlos

Bei der K 11 gilt es ein Gleichgewicht herzustellen zwischen den Interessen einer guten Verkehrsanbindung und den Sorgen der Anwohner, die zu Recht mehr Verkehr und steigenden Lärm fürchten. Die Maßnahmen an der B 229 teilen sich in mehrere Bauabschnitte.

Aktuell ist nur der Bauabschnitt I zwischen Sanssouci und der Wocklumer Allee in der konkreten Planung. Für uns ist dieser Abschnitt notwendig und alternativlos. Die Einmündung der B 515 auf die B 229 und die Einmündung Wocklumer Allee auf die B 229 sind Unfall- und Gefahrenschwerpunkte. Diese werden durch die geplanten Kreisverkehre entschärft.

UWG: Ausbau der K 11 ist seit Jahren überfällig

Der Ausbau der Straße über Leveringhausen nach Ihmert ist schon seit Jahren überfällig und dringend erforderlich. Mir ist keine Straße mit dieser Bedeutung in Deutschland bekannt, die einspurig und quasi ohne Ausweichplätze verläuft. Da diese Straße häufig auch vom landwirtschaftlichen Verkehr benutzt wird, ist mangels Rückfahrmöglichkeit der Trecker mit Anhänger das regelmäßige Chaos vorprogrammiert.

Genaues Augenmerk ist allerdings auf die Auswirkungen für die Anlieger zu legen. Die Strecke darf nicht zu einer Rennstrecke verkommen und darüber hinaus sollten schwere Lastwagen die Strecke nicht befahren dürfen. Zusätzlich muss das Tempo in Leveringhausen und am Ortseingang Garbeck durch bauliche Maßnahmen gedrosselt werden. Was die Ortsumgehung Balve angeht, sind wir noch zwiegespalten.

Durch den Ausbau der Straße unter Höveringhausen und die Anlage der verschiedenen Kreisverkehre, haben sich die Verkehrsströme zischen Balve und Neuenrade erheblich verändert, sodass der Verkehr auf der Hauptstraße deutlich nachgelassen hat. Andererseits muss der Blick auf die mögliche Ortsumgehung von Neuenrade gelenkt werden. Sollte diese realisiert werden, muss eigentlich Balve nachziehen. Hier sind aber insgesamt noch viel zu viele Fragezeichen an diesem Projekt, sodass es umfangreicher weiterer Informationen bedarf, um hier entscheiden zu können.

SPD: Zur K 11 jetzt noch keine Stellung beziehen

Der Zustand der weiterführenden Straße von Leveringhausen nach Ihmert ist jedem bekannt. Eine Sanierung ist dringend notwendig, ob aber ein Ausbau, und damit eine Erweiterung der Kapazität sinnvoll ist, bleibt umstritten. Die SPD Balve möchte, zum jetzigen Zeitpunkt, noch keine Position beziehen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Unsere Forderungen aus dem Punkt „BESSER.Für Verkehrsentwicklung“ aus unserem Wahlprogramm bezüglich der Ortsumgehung halten wir zunächst aufrecht, müssen aber hier die weitere Entwicklung, insbesondere die Ortsumgehung Neuenrade und den Weiterbau der Autobahn 46 beobachten und aus dem weiteren Verlauf eine abschließende Position zur Ortsumgehung Balve entwickeln.

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