Folgenreiche Jahre: Sicherheit in der Balver Höhle überprüft

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In luftiger Höhe klopften die Arbeiter die Höhlendecke und -wände ab und prüften die Festigkeit.

Balve - Die St.-Sebastian-Schützen sind zufrieden mit dem Besuch der Bezirksregierung und des Geologischen Institutes aus Krefeld, die am Dienstag ihr „Wohnzimmer“, die Balver Höhle, genau unter die Lupe genommen haben.

„Es gibt wenig zu beanstanden“, sagte Christoph Rapp, Vorsitzender der Schützenbruderschaft, zur vorläufigen Bilanz, die Dr. Roland Strauß, Geologisches Institut, so zusammenfasste: „Wir haben keine Probleme um die Standsicherheit festgestellt.“

Dazu wurden Höhlendecke und -wände bis in den letzten Winkel abgeklopft und die Anker auf Festigkeit überprüft worden. Die Schützen, die mit ihrem Vorstand und dem Bauausschuss vor Ort waren, beobachteten diese Arbeiten kritisch. „Dieser milde Winter hat wenig Spuren hinterlassen“, sagte Norbert Vierhaus von der Bezirksregierung. 

Wechsel von Frost- und Tauperioden

„Folgenreicher waren die in den vergangenen Jahren aufgetretenen Wechsel von Frost- und Tauperioden, die eine Sprengwirkung auf das Gestein haben.“ Die Schützen müssen wohl, wie in den Vorjahren, mit einer Summe von 3000 bis 5000 Euro für die Sanierung rechnen. Markiert wurden schon Standorte für neue Anker, für deren Anbringung wieder die Firma Feldhaus verantwortlich sein wird.

Das ausführliche Ergebnis dieser Höhlenabnahme, eine alljährlich vorgeschriebene Begehung in diesem Naturdenkmal, geht den Schützen in den nächsten Tagen zu. „Die Gesteinsverwitterung ist nicht aufzuhalten“, stellte Dr. Strauß dar. Die Begutachtung erfülle durchaus einen Zweck, denn nur auf diese Weise können Schäden frühzeitig erkannt und rechtzeitig behoben werden. 

Sicherheit als oberste Priorität

Für die Schützen hat diese Maßnahme als Pächter der Höhle oberste Priorität – die damit verbundene Sicherheit beim Schützenfest und anderen Veranstaltungen gehe vor. Und dafür investieren sie in einen Gutachter, der einen Vorschlag über die Sicherung der Decke mit dem Ausfüllen der Hohlräume durch Spritzbeton oder aber Netze ausgearbeitet hat. 

„Hierbei bewegen wir uns dann schon im sechsstelligen Bereich“, nennt Rapp eine Summe, die als gute Investition angesehen wird. Zuletzt wurde diese Maßnahme vor 16 Jahren mit Spritzbeton vorgenommen. Das neue Gutachten muss nun wieder mit der Bezirksregierung und dem Denkmalamt abgestimmt werden.

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