Förderverein der Bürgerstiftung: Weniger Mitglieder und Spenden

+
Von links: 2. Vorsitzender Christian Bathe, Vorsitzender Dr. Paul Stüeken, und Geschäftsführer Günter Wurzel während der Jahreshauptversammlung.

Balve - Die Spenden und die Mitglieder sind beim Förderverein zur Unterstützung der Bürgerstiftung Balve rückläufig. „Wir sind wirtschaftlich nicht mehr so erfolgreich wie in den Vorjahren“, sagte Dr. Paul Stüeken, Vorsitzender, während der Jahreshauptversammlung am Donnerstag.

2015 waren es noch 295 Mitglieder – im vergangenen Jahr sank die Zahl auf 284. Mit ihrem Jahresbeitrag in Höhe von 18 Euro leisten die Mitglieder einen Beitrag zur Unterstützung der Bürgerstiftung, die alljährlich Geld zur Förderung des Gesundheitswesens in der Stadt ausschüttet. 

Die Bereitschaft, Geld von Familienfeiern oder Beerdigungen an den Förderverein zu spenden, sei ebenfalls zurückgegangen. Dagegen würde immer häufiger das Kinderhospiz Balthasar in Olpe oder aber das Hospiz Raphael in Arnsberg berücksichtigt, berichtete der Vorsitzende. „Wir müssen mehr ins Bewusstsein der Balver Bevölkerung rücken“, stellte er fest. 

Die Öffentlichkeit suchen

Der Verein leiste viel vor Ort – das sei aber nicht mehr vielen bewusst. Deshalb gelte es, die Öffentlichkeit zu suchen, so bei der Durchführung eigener Veranstaltungen und bei der Präsentation auf dem Weihnachtsmarkt. „Es ist trotz persönlicher Ansprache sehr schwer geworden, die Mitgliederzahl zu steigern“, führte Geschäftsführer Günter Wurzel aus, der mit diesen festen Einnahmen kalkulieren muss. 

Und doch: Die Bilanz des vergangenen Jahres, in dem 16.850 Euro an die Bürgerstiftung ausgeschüttet wurden, kann sich sehen lassen. 1400 Euro leitete die Stiftung an den Kneippverein weiter, 6500 Euro an den Gesundheitscampus, 2700 Euro an das Altenpflegezentrum, 2250 Euro an den Förderverein Reiten für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung in Langenholthausen und an das Altenpflegezentrum noch einmal 4000 Euro als finanzielle Unterstützung für den neuen Kleinbus. 

Neuen Verwendungszweck abstimmen

Noch nicht ausgegeben wurden die 6500 Euro im Campus, denn zunächst muss der neue Verwendungszweck mit dem Finanzamt abgestimmt werden. Ursprünglich sollte mit dieser Summe der Einbau einer Behinderten-Toilette in der 4. Etage des Campus unterstützt werden; der Antrag kam vor zwei Jahren vom Reha-Sport-Verein, der dort einen großen Teil seiner Kurse durchführt. 

Inzwischen aber steht die ehemalige Intensivstation in der 2. Etage als neuer, größerer Kursraum zur Verfügung. Auch dort soll eine Behinderten-Toilette entstehen, die mit dem Geld gebaut werden soll. Ob diese aber förderungswürdig ist, so dass die Bürgerstiftung die Mittel dafür bereit stellen kann, will deren Vorsitzender Wolfram Schmitz prüfen. Mit einer Gegenstimme wurde dieser Antrag mehrheitlich angenommen. 

Unter der beantragten Summe

Einstimmig entschieden die 22 Versammlungsteilnehmer, dass 4000 Euro für die Bestuhlung und den Sonnenschutz der Terrasse der DRK-Tagespflegeeinrichtung zur Verfügung gestellt werden sollen. 2000 Euro bekommt das Altenpflegezentrum für die Anschaffung eines mobilen Gehwegs, auf dessen Linien und Mustern Gehabläufe trainiert werden können. 

Damit blieb der Förderverein unter der beantragten Summe von 2500 Euro, die neben dem Kauf in Höhe von 1600 Euro auch die Schulung der Mitarbeiter (849 Euro) beinhaltet. 2500 Euro werden für den Förderverein Reiten für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung bereit gestellt. 

Neues aus dem Gesundheitscampus

Neues aus dem Gesundheitscampus berichtete Geschäftsführer Ingo Jackschies: Es liefen Gespräche, um einem Nierenfacharzt zu ermöglichen, eine Filiale in diesem Haus zu eröffnen; ebenso für einen Arzt aus der „schneidenden Disziplin“. Genaueres wollte Jackschies nicht sagen. 

Die Diskussion über die Anschaffung eines Röntgengerätes wurde beendet, und dies nicht nur, weil in Hemer eines der modernsten Geräte dieser Art angeschafft wurde. „In Balve müssten täglich zwischen 70 und 100 Untersuchungen stattfinden, damit sich solch ein Gerät wirtschaftlich trägt“, sagte Jackschies. Von dieser Zahl sei die Stadt zu weit entfernt. 

Die Region könne stolz auf den Gesundheitscampus sein. In Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus habe er Vorbildcharakter – vor allem in Zeiten, in denen wöchentlich ein Krankenhaus schließe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare