Förderantrag zur Neugestaltung der Schulhöfe abgelehnt

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Trotz der Ablehnung des Antrags soll die Neugestaltung der Schulhöfe realisiert werden.

Balve - Die von Balve im Mai gestellten Anträge, die Neugestaltung des Schulhofs der Realschule und der Balver Grundschule sowie die Anlage von Radwegen durch das Integrierte Handlungskonzept Grüne Infrastruktur Balve fördern zu lassen, sind abgelehnt worden.

Bürgermeister Hubertus Mühling teilte dies während der Ratssitzung am Mittwoch mit, und verwies darauf, dass die Bezirksregierung dies mit einer anderen Zielrichtung begründet hat.

„Es sollten eher soziale Komponenten wie im Dortmunder Norden berücksichtigt werden – wir hätten eine gute Sozialstruktur und viel Grün.“ Aber auch, wenn die Stadt bei diesem Fördertopf nicht zum Zuge kam, so sollen doch andere Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. „Diese Realisierung ist uns ein Anliegen“, sieht Mühling die formulierten Vorgaben weiterhin als förderungswürdig an. 

Der weitere Verlauf der Sitzung stand im Zeichen der einstimmigen Zustimmung der in den Ausschüssen gemachten Vorschläge: die Bäckerei Grote darf ihren Produktionsstandort in Langenholthausen erweitern, die Klarstellungs- und Ergänzungssatzung für die „Kurze Straße“ wurde ebenso genehmigt wie das Planungskonzept zur ökologischen Verbesserung der Hönne im Bereich des Schulzentrums. Und auch für das im Ausschuss Umwelt, Planung, Bau vorgestellte Gewerbe- und Industrieflächenkonzept des Märkischen Kreises gab es Einstimmigkeit. Lorenz Schnadt, UWG, sah hierbei allerdings Gesprächsbedarf, wird doch das Gewerbegebiet Braukessiepen auf Dauer zu klein. 

Hinzu komme die Lärmbelastung für die Höveringhausener – in diesem Zusammenhang wies der UWG-Fraktionsvorsitzende auch auf die immer näher an Eisborn und Beckum heranrückenden Steinbrüche hin. Ob in diesen Fällen wegen der Sicherung der Arbeitsplätze immer ein „Kniefall vor der Wirtschaft“ sinnvoll sei, wurde von ihm in Frage gestellt. Eine Alternative hielt er allerdings nicht bereit. Von Bürgermeister Mühling wurde das Gesamtthema Industrieflächen ebenfalls kritisch betrachtet; dieser wird über die weitere Entwicklung mit der Stadt Neuenrade sprechen. 

Die Stadt lädt alle Grundstückseigentümer in Langenholthausen für Mittwoch, 12. Juli, um 18.30 Uhr in die Sokola.de zu einer Bürgerinformationsveranstaltung ein, in der über den geplanten Gasnetzausbau berichtet wird. Dabei soll abgefragt werden, wie groß das Interesse an einer Versorgung mit Erdgas sei. Dieser Bedarf wird als Entscheidungshilfe für die Beschlussfassung der Netzgesellschaft zur Erschließung dieses Ortsteils mit Gas genutzt. 

Im Stadtpark 33 wird am selben Mittwoch um 15 Uhr der Bücherschrank durch den Bürgermeister eingeweiht. 2,20 Meter ist der Schrank groß, 60 Zentimeter breit und bietet Platz für 250 Bücher. Jeder darf sich bedienen, Bücher entleihen oder neue hinzufügen. Steffi Friske, Büchereileiterin, hat „Bücherpaten“ gefunden, die für den ordnungsgemäßen Zustand sorgen. Und nach langer Zeit wurde auch ein Beitrag aus dem Zuhörerraum zu Protokoll genommen. 

Adalbert Allhoff-Cramer, einziger dort sitzender Balver, meldete sich in der vorgesehenen Einwohnerfragestunde zu Wort, und fragte nach dem Einsatz der Stadt für die Verbesserung der Artenvielfalt an Randstreifen und in Grünflächen. Hierzu wies Mühling auf den Verein Hönnetal im Wandel hin, mit dem über diese Umsetzbarkeit gesprochen werde.

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