Ferienangebot des Kreises

Fleißige Handwerker an der Luisenhütte in Wocklum

Papier konnten die Jungen und Mädchen, die an den Handwerkertagen des Märkischen Kreises teilnehmen, am Dienstag vor der Luisenhütte in Wocklum schöpfen.
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Papier konnten die Jungen und Mädchen, die an den Handwerkertagen des Märkischen Kreises teilnehmen, am Dienstag vor der Luisenhütte in Wocklum schöpfen.

Fleißige Handwerker sind in dieser Woche rund um die Luisenhütte in Wocklum tätig: Mädchen und Jungen aus Balve, aber auch aus Affeln, Küntrop und Menden nutzen die letzten Tage der Sommerferien, um kreativ zu werden.

„Dieses Papier habe ich selbst geschöpft“, zeigt Leni (7) aus Garbeck am Dienstag zufrieden ihr fertiges Werk. „Dafür haben wir Pappe mit Wasser nass gemacht. Die matschige Masse kam dann in einen Schöpfrahmen.“ Leni hat alle Arbeitsschritte nach und nach ausgeführt, und ist stolz auf das, was nach etwa siebenminütiger Trocknungszeit entstanden ist: „Handgemachtes Papier.“

Die Handwerkertage, die rund um die Luisenhütte noch bis Freitag stattfinden, sind ein Angebot des Märkischen Kreises für Kinder und Jugendliche, sich in den Sommerferien wieder sinnvoll in Wocklum zu betätigen. Allerdings fällt das Angebot 2021 coronabedingt deutlich kleiner aus als in den Vorjahren. So konnten Interessierte aus vier Workshops wählen und entscheiden, ob sie Papier schöpfen, Zinn gießen oder Lederbeutel herstellen und schmieden wollen.

Corona: Die sonst übliche Abwechslung fehlt

An den ersten beiden Tagen stehen zunächst Papier und Zinn im Mittelpunkt. Tom (11) aus Küntrop legte sich in der Gießerei einen Vorrat an Münzen und Ringen an. „Sie sehen toll aus“, war er stolz auf seinen Schatz.

Ihre handwerklichen Fähigkeiten konnten die Mädchen und Jungen auch beim Zinnguss unter Beweis stellen.

Auch wenn die Ferienkinder auf diese Weise ihren Spaß hatten, es war in diesem Jahr doch spürbar, dass die sonst bei den Ferienspielen übliche Abwechslung fehlte. Während in Nicht-Corona-Jahren Zeitreisen in die Vergangenheit mit entsprechender Verkleidung und Rollenspiel stattfanden, gab es dieses Mal „nur“ zwei Workshops an einem Tag. „Man merkt, dass sich die Kinder austoben wollen“, sagte Christa Möntmann. Als Betreuerin ist sie seit mehreren Jahren dabei: „Es fehlt dieses Mal an Alternativen, wenn mal die Luft raus ist.“

Betreuerinnen müssen immer wieder neu motivieren

Papierschöpfen und auch das Malen und Zeichnen mit Tinte und Gänsefedern kann eben nicht auf Dauer unterhalten. Christa Möntmann und die anderen Betreuerinnen müssen daher immer wieder neu motivieren. So auch in der Gießerei, wenn nach dem Gießen, Abkühlen und Feilen zwar die fertigen Ergebnisse sehr schnell in den Händen gehalten werden konnten, aber auch hier irgendwann mal eine Pause notwendig war.

Dabei unternahmen die Betreuerinnen mit den Teilnehmern eine Wanderung zum Stollen, die allerdings wegen der nach dem Unwetter gesperrten Brücke sehr schnell auf einer Wiese endete. Dort wurden die Kinder spontan über Hochwasser und die Folgen informiert.

Weitere Workshops am Donnerstag und Freitag

Bedeutend mehr Power dürfte bei den für Donnerstag und Freitag geplanten Workshops freigesetzt werden, wenn glühendes Eisen zu Messern geschmiedet und dabei ein schwerer Hammer geschwungen werden muss. Für das selbst geschmiedete Messer nähen die Teilnehmer zudem einen Lederbeutel zum Aufbewahren.

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