Fischsterben in der Hönne: Ursachen „ungeklärt“?

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Balve - Für den Ruhrverband sind „Ursachen und Ausmaß des im Jahr 2015 aufgetretenen Fischsterbens in der Hönne ungeklärt“. Dies sieht die Fischereigenossenschaft Balve anders.

Aus Sicht der Fischer sind im Sommer 2015 aus der Kläranlage in Neuenrade, die der Ruhrverband betreibt, zu viele Stoffe ungefiltert ausgetreten und deshalb die Tiere verendet. Weil der Schaden bei 30 000 Euro liegen soll, hat die Genossenschaft ein selbstständiges Beweisverfahren vor dem Landgericht Arnsberg angestrengt. Darin sollen die Umstände des Fischsterbens gutachterlich geklärt werden. 

„Dieses Verfahren zieht sich unter anderem deshalb hin, weil ein Gutachter wegen Untätigkeit ausgetauscht werden musste. Auf die Verfahrensdauer hat der Ruhrverband ebenso wenig Einfluss wie die Fischereigenossenschaft“, heißt es in einer Mitteilung des Ruhrverbandes, der auf dieses Verfahren gerne verzichtet hätte. „Der Ruhrverband hätte es begrüßt, wenn die Fischereigenossenschaft außergerichtlich an den Ruhrverband herangetreten wäre. Dann hätten gute Chancen bestanden, die Angelegenheit schnell und sachgerecht zu regeln. Der Ruhrverband bedauert, dass diese Chance vertan wurde.“ 

Pachtvertrag nicht verlängert

Bei der Jahreshauptversammlung in der vergangenen Woche hatten die Fischer erklärt, die Pacht des betroffenen Teilstücks der Hönne nach zehn Jahren nicht verlängert zu haben, weil sich in dem Verfahren nichts tue. Wilfried Gerken berichtete von insgesamt fünf Fällen von Fischsterben in der Hönne, bei denen die Ursache eventuell in der Kläranlage Neuenrade zu finden sei

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