Firmbewerber gestalten Nachmittag für Flüchtlingskinder

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Das Schwungtuch kam – im Gegensatz zu einigen anderen Spielen wie Dosenwerfen und Twister – am Nachmittag zum Einsatz. Gemeinsam ließen es die Kinder und Jugendlichen über ihre Köpfe flattern.

Balve - Es sollte am Mittwoch – wie bereits im Dezember – ein Nachmittag für Flüchtlingskinder werden, bei dem den Gästen im Balver Pfarrheim keine Wünsche offen blieben.

Dafür hatten die 13 Firmbewerber der St.-Blasius-Gemeinde keine Kosten und Mühen gescheut. Sie hatten Luftballons, Farbkästen und Schminke gekauft, Schablonen für Masken vorbereitet, außerdem für den kleinen Hunger Obstspieße, Bonbons, Waffeln und Getränke aufgetischt.

Dass mit nur zehn Teilnehmern die Zahl hinter den Erwartungen zurückblieb, enttäuschte die Jugendlichen dann doch. „Obwohl – das Bündnis für Flüchtlinge hatte uns vorgewarnt, dass bei schlechtem Wetter keiner kommt“, sagte Christel Pulter vom Firmvorbereitungskomitee. 

Großer Ansturm bleibt aus

Und genau so war es schließlich: Es regnete und auch die vorab von den 40 Hauspaten verteilten Einladungen an die Familien für diesen Tag erzielten keinen großen Erfolg. Trotz vieler gemachter Zusagen blieben die meisten Gäste aus. 

Viele Autos, die bei den Flüchtlingsfamilien vorfuhren, um als Fahrdienst zu fungieren, kamen ohne Fahrgäste zurück: „Das ist schon enttäuschend für die engagierten Firmbewerber“, sagte Pulter. Dennoch machten sie das Beste aus der Sache: Marja und Jonas malten ihre eigenen Masken aus, Lisa und Denny zeichneten mit Wasserfarben ihre eigenen Bilder. 

Die Firmbewerber hatten extra Schminke gekauft, um die Gesichter der Kinder im Balver Pfarrheim zu bemalen.

Und die Luftballons, die bemalt und mit denen gespielt werden sollte, gehörten fast den ganzen Nachmittag nur Janina und Viola allein. „Wir hatten mehrere Kinder erwartet“, gab Janina zu, die es ebenso wie Viola bedauerte, dass der Erfolg der ersten Veranstaltung im Dezember nicht wiederholt werden konnte.

Von den Teilnehmern verliefen sich nur ganz wenige zu den beiden Balverinnen. Überwiegend fanden Malen, Basteln und Schminken an den Tischen das Interesse der zehn Mädchen und Jungen, die der Einladung ins Pfarrheim gefolgt waren. 

Auch das bunte Schwungtuch kam zum Einsatz: Gemeinsam ließen es die Kinder und Jugendliche über ihre Köpfe flattern. Nicht ausgepackt wurden hingegen das Dosenwerfen und der Twister. 

„Betreten der Baustelle erwünscht“ 

Dieser Nachmittag für die Flüchtlingskinder ist ein Teil der Firmvorbereitung für die 50 Jugendlichen, die im Mai gefirmt werden. Einige haben bereits als Sternsinger teilgenommen, andere sind im St.-Johannes-Altenpflegeheim tätig. 

Die Mädchen und Jungen werden sich bei der Jungen Kirche wiedersehen, die während der Fastenzeit unter dem Motto „Betreten der Baustelle erwünscht“ in Langenholthhausen durchgeführt wird.

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