Ungewisse Zukunft für die Dorf-Feuerwehren

In Langenholthausen gab es mehrere Beförderungen. Christiane Schärfke von der Stadt gratulierte.

Balve -  Die Agathafeiern bieten den Feuerwehren im Stadtgebiet Gelegenheiten, Beförderungen vorzunehmen und verdiente Mitglieder zu ehren. So war es am Wochenende in Balve, Beckum, Garbeck, Mellen und Langenholthausen.

Von Julius Kolossa

Klaus-Peter Engel, Löschgruppenführer in Balve, bedauerte, dass die diesjährige Feier im Feuerwehrgerätehaus stattfand, doch Feiern im Evangelischen Gemeindehaus oder im Katholischen Pfarrheim mit dem Musikverein seien nicht mehr zeitgemäß. „Wenn, wie in den vergangenen Jahren, 50 Musikern nur noch 25 Feuerwehrkameraden gegenübersitzen, muss man sich der Tatsache stellen, dass auch in kleineren Rahmen gefeiert werden kann.“

Auch im großen Schulungsraum hatten die Kameraden immer noch genügend Platz, wie sich am Sonntagmorgen zeigte. Klare Worte fand der stellvertretende Wehrleiter Oliver Prior. Er betonte, dass es nicht mehr „mein Feuer“ gebe, sondern die Zusammenarbeit aller Feuerwehreinheiten im Mittelpunkt stehen müsse: „Es gibt nur noch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Balve.“ Im weiteren Verlauf seiner Rede ging er auf die vorgesehenen Anschaffungen wie Server, Ausrüstung, Schere und Digitalfunk ein. Im Brandschutzbedarfsplan steht auch der Kommandowagen.

Im Dezember fand eine Begehung aller Feuerwehrgerätehäuser mit einem Planungsbüro statt, um den Ist-Zustand darzustellen. Mit Christiane Schärfke vom Ordnungsamt müsse jetzt der Soll-Zustand erarbeitet werden. Nicht äußern wollten sich Oliver Prior und Wehrleiter Frank Busche zur Zukunft der Feuerwehrstandorte in Mellen, Volkringhausen und Beckum. Noch sei nichts offiziell entschieden, sagte Frank Busche.

Ihre Urkunden für bestandene Lehrgänge und Seminare erhielten in Balve die Kameraden Klaus-Peter Engel (Motorsägen-Lehrgang 1 und 2 und Kreisausbilder Maschinist), Matthias Ickler (Jugendleiterschein), Rüdiger Reck (Kreisausbilder Maschinist und Seminar Ölschaden) und Dieter Morrei (Jugendleiterschein, Drehleiter-Maschinist, Maschinisten-Lehrgang und Kreisausbilder Maschinist). Außerdem: Heiner Tillmann (Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), Markus Lazer-Weber (Erste Hilfe-Atemschutz), Thomas Kokoschinski (Drehleiter-Maschinist) und Gerold Vogel (Motorsägenausbilder).

In den aktiven Dienst nach ihrem bestandenen Grundlehrgang aufgenommen wurden Franziska Bathe, Thomas Minge und Steven Ostermann. Zum Unterbrandmeister wurde David Schützel befördert.

45 aktive Kameraden gibt es in der Löschgruppe-Stadtmitte. Zehn sind in der Jugendfeuerwehr, sechs in der Ehrenabteilung.

In Beckum wurden wurden die Strömungsretter sowie der zum Feuerwehrmann beförderte Jan Bathe ausgezeichnet. Löschguppenführer Markus Grothe und Frank Busche gratulierten dazu. In Beckum gehören 20 Aktive dazu (Jugendfeuerwehr: vier, Ehrenabteilung: fünf).

Im Auftrag des Wehrleiters übernahm Eugen Schulte, Löschgruppenführer in Mellen, die Ernennung von Lukas Vedder-Stute zum Unterbrandmeister. Im Golddorf gibt es aktuell 17 aktive Kameraden, einen in der Jugendfeuerwehr und sieben in der Ehrenabteilung.

In Langenholthausen wurden Jan Schwartpaul (Oberfeuerwehrmann) sowie Lukas Schwartpaul und André Schäfer zu Feuerwehrmännern befördert. In diesem Dorf gehören zur Löschgruppe 19 Aktive und sechs Mann zur Ehrenabteilung.

In Garbeck wurden von Wehrleiter Frank Busche drei Jugendliche (Peer Schrimpf, Sebastian Kaiser und Christian Stede) nach ihrer bestandenen Grundausbildung in den aktiven Dienst als Feuerwehrmänner gestellt. Befördert wurden Kai Gaberle zum Oberbrandmeister, Stephan Severin zum Unterbrandmeister, Steven Ludwig zum Hauptfeuerwehrmann und Matthias Fabry zum Oberfeuermann. In Garbeck gehören 44 Aktive der Wehr an, die Jugendfeuerwehr ist vier Mann stark, in der Ehrenabteilung sind 23 Kameraden.

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