Feuerwehrleute trainieren den Ernstfall

Stadtbrandinspektor Winfried Reinken bespricht mit den Gruppenleitern den Verlauf der Übung.

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Zwei vermisste Personen bei einem Heizungsbrand in der Lagerhalle der Firma Schramm + Verbeke – so sah das Szenario der Übung des Löschzugs Garbeck und der Löschgruppe Langenholthausen am Samstag aus. Von Julius Kolossa

Mit dem Handy von einem der Vermissten alarmiert, rückten die zwölf Kameraden aus Langenholthausen und 28 Feuerwehrleute aus Garbeck aus, um den Brandherd von innen und außen zu bekämpfen. Drei mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps machten sich an die Arbeit, die beiden Personen zu suchen. Schnell wurden sie in dem Gebäude, in dem mit einer Nebelmaschine der Rauch simuliert wurde, gefunden: Robin Kleine (13) und eine Puppe.

Die Einsatzleiter Udo Perschke und Ernst-Reiner Schulte stimmten die Arbeiten in und vor dem Gebäude ab, denn es mussten insgesamt etwa 300 Meter Schlauch von zwei Hydranten verlegt werden. Dafür waren drei Löschfahrzeuge, ein Mannschaftstransportfahrzeug und ein Einsatzleitwagen vor Ort. Mit Löschangriffen wurden die angenommenen Flammen eingedämmt und damit ein Übergreifen auf angrenzende Häuser verhindert. Innen wurde der Brandherd im Heizungsraum gelöscht und die vermissten Personen geborgen. Schwierig war es für die Retter, sich in dem vollkommen vernebelten Raum zu orientieren und Gefahrenstellen auszuweichen.

Alle Handgriffe und Abläufe mussten sitzen. So sollte das Anschließen der Schläuche ebenso routiniert ablaufen, wie das Anlegen und Überprüfen der Atemschutzausrüstung. Schnell transportierte der erste Rettungstrupp den Jungen nach draußen, wo er von bereitstehenden Einheiten versorgt wurde. Währenddessen fand die weitere Brandbekämpfung des Gebäudes statt.

Auf alle Details achteten die Einsatzleiter und der Wehrführer der Stadt Balve, Winfried Reinken. Nach 33 Minuten wurde die Übung für beendet erklärt und die Ausrüstung wieder eingepackt. Danach stand die Manöverkritik auf dem Programm. Die Gruppenleiter berichteten über den Ablauf in ihren Einheiten. Berichte der Einsatzleiter schlossen sich an, so dass Löschzug und Löschgruppe einen Überblick über ihren Leistungsstand erhielten. Während der nächsten Übungsabende soll die Kritik konkretisiert werden.

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