Feuerwehr weiht neues Gerätehaus in Mellen ein

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Das Feuerwehrgerätehaus in Mellen wurde im Rahmen einer großen Feier mit vielen Gästen aus Feuerwehr, Verwaltung, Gesellschaft und Politik eingeweiht.

Mellen - „Heute ist ein ganz großer Tag für Mellen“, sagte Marco Voge. Der Ortsvorsteher von Mellen strahlte am Samstag mit der Sonne um die Wette.

35 Jahre nach der Einweihung des alten Gerätehauses an der Sorpestraße wurde das neue Feuerwehrgerätehaus offiziell in den Dienst gestellt – ein Feiertag für das ganze Dorf, an dem Kameraden von allen Löschgruppen teilnahmen. Auch Mitglieder aus Politik, Rat und Verwaltung waren bei den Einweihungsfeierlichkeiten dabei. Der MGV Eintracht, Melodie Mellen sowie der Musikzug der Langenholthausener Feuerwehr trugen mit Musik zur Unterhaltung bei. 

Und auch für Bürgermeister Hubertus Mühling war es kein alltäglicher Moment, übergab er doch der ersten Löschgruppe im Stadtgebiet ein fix und fertig erstelltes Feuerwehrgerätehaus. „Damit wird eine Zeitenwende in Balve eingeläutet“, sagte Mühling. 

Kaum Eigenleistung erforderlich

Zuletzt wurde 2006 das Feuerwehrgerätehaus in Balve umgebaut. Und seinerzeit musste noch viel Eigenleistung der Feuerwehrleute investiert werden. Nach Angaben des Bürgermeisters wurden seinerzeit 6500 Arbeitsstunden von den Kameraden geleistet. In Mellen hätte sich der Einsatz nun auf das Einrichten der Räume mit Stühlen und Tischen beschränkt, sodass sich die Feuerwehr eben auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren konnte: Retten, Löschen, Bergen und Schützen. „Die städtische Verwaltung legte die Hardware“, sagte Hubertus Mühling. 

Mellener Feuerwehrgerätehaus eingeweiht

Und so soll es auch bei den zukünftigen Projekten in Sanssouci und Garbeck sein. Mühling lobte Stadtbrandinspektor Frank Busche für die Regelung der brandschutztechnischen Dinge, für seinem Dienst als Bauleiter und Controller, aber auch als Handwerker. Auch die weitere Gewerke erhielten ein Lob. Und doch räumte Hubertus Mühling ein: „Ja, es ist richtig, dass sich die Bauzeit ein wenig verschoben hat, aber in Anbetracht der heutigen Rahmenbedingungen, das Handwerk stöhnt unter der Auftragslast und angesichts des nicht vorhandenen Zeitdrucks haben wir ein sauberes Gebäudes in einer angemessenen Bauzeit abgeliefert.“ Immerhin sei Mellen aber „weit weg von anderen öffentlichen Bauvorhaben, die scheinbar nie fertig gestellt werden.“ Schmunzelnd überließ er es den Anwesenden, sich selbst Gedanken zu machen. 

Kosten von rund 700.000 Euro

Mit Blick auf Mellen setzte Mühling fort: „Es wurde sauerländisch solide mit öffentlichen Mitteln gewirtschaftet.“ Denn mit Kosten in Höhe von 700000 Euro blieb man im Rahmen. 

Nach Vermessungsarbeiten am 19. Februar 2018 wurde bereits am 20. Februar der Rodungs- und Grünschnitt vorgenommen. Der Grundstein wurde am 19. April gelegt. Im Mai wurde der Dachstuhl errichtet und die Dacheindeckung vorgenommen. Nach dem Einbau der Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallation gerieten die Arbeiten allerdings ins Stocken. Frank Busche sagte im Gespräch mit unserer Zeitung über die Verzögerung des Bauvorhabens: „Es gab Unstimmigkeiten mit der Ausführung eines Gewerkes eines auswärtigen Handwerkers.“ Nachdem ein anderes Unternehmen tätig wurde, sei es dann mit den Arbeiten weiter gegangen. 

Einige Restarbeiten sind noch zu erledigen: Das Außengelände ist zu gestalten, die Parkplätze anzulegen, und das Umfeld des Dorfteiches soll zu einem Dorfplatz werden. Nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Eigentümer könnten, so Mühling, die Arbeiten „zeitnah“ beginnen.

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