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Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig - Hochsitz brennt

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Von: Günter Cordes

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Rund sechseinhalb Stunden waren die Feuerwehrleute im Einsatz, um die Brände an verschiedenen Stellen zu löschen.
Rund sechseinhalb Stunden waren die Feuerwehrleute im Einsatz, um die Brände an verschiedenen Stellen zu löschen. © Feuerwehr Balve

Zu einem Großeinsatz wurde in der Nacht zum Dienstag die gesamte Feuerwehr der Stadt Balve gerufen. Oben am Balver Wald am Sonnenborn brannten lichterloh an verschiedenen Stellen Polder, gestapeltes Holz sowie zwei Hochsitze.

Balve - Vom Wind angefacht, schlugen die Flammen mehrere Meter hoch und waren an verschiedenen Stellen aus dem Balver Stadtgebiet zu sehen. Für die Feuerwehr eine Mammutaufgabe, denn dort oben gab es keine Wasserentnahmestelle. So musste das Löschwasser zunächst mit Tankwagen zur Brandstelle gefahren werden.

Der Hochsitz in Balve stand lichterloh in Flammen.
Der Hochsitz in Balve stand lichterloh in Flammen. © Feuerwehr Balve

Da der Weg zur Brandstelle ziemlich eng war und dadurch ein Pendelverkehr der einzelnen Löschfahrzeuge kaum möglich war, wurde ein Pufferbehälter, ein Sammelbehälter für Wasser, oberhalb am Brunnen aufgestellt, wo die Tankwagen das Löschwasser hineinpumpten. Eine 700 Meter lange Schlauchleitung wurde vom Pufferbehälter bis zur Brandstelle gelegt, sodass die Kameraden an der Einsatzstelle genügend Wasser hatten, um den Brand zu bekämpfen.

Holzstapel brennen: Über 68.000 Liter Wasser benötigt

Mittlerweile waren neben den Tanklöschfahrzeugen aus Balve auch die angeforderten Tankwagen aus Menden, Neuenrade und Sundern im Einsatz, die im Pendelverkehr von der Balver Höhle, wo das Wasser aus einem Oberflurhydrant entnommen wurde, zum Sammelbehälter transportiert wurde - bis 6 Uhr waren es schon 68.000 Liter.

Neben der Feuerwehr war auch ein Polizeihubschrauber in der Nacht im Einsatz, sowie das Deutsche Rote Kreuz, das die Kameraden in den frühen Morgenstunden mit Verpflegung versorgte. Insgesamt waren 100 Kräfte im Einsatz.

Um 7.12 Uhr kam die Meldung, das Feuer ist unter Kontrolle, der Großteil der Einsatzkräfte war zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Rückweg zu ihren Gerätehäusern. Knapp eine halbe Stunde später, gegen 7. 42 Uhr, kam die Meldung des stellvertretenden Wehrleiters Oliver Prior, das Feuer ist aus. Die verbliebenen Kameraden waren noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt, bevor auch sie nach gut sechseinhalbstündigem Einsatz wieder einrücken konnten.

Von dem Hochsitz ist nicht mehr viel übrig geblieben.
Von dem Hochsitz ist nicht mehr viel übrig geblieben. © Feuerwehr Balve

Während des Einsatzes wurden 15 Kameraden zum Grundschutz abgestellt. Sie hielten sich für etwaige andere Einsatzfälle im Feuerwehrgeräthaus Balve bereit. Die Einsatzleitung hatte der Wehrleiter Frank Busche. Zur Brandursache ist bislang nichts bekannt.

Bei manchem älteren Balver wurden in der Nacht Erinnerungen wach an den großen Waldbrand 1947, wo die gesamte Fläche zum Klingelborn und hoch zum Sonnenborn in Flammen stand und Feuerwehrkameraden aus vielen Städten mehrere Tage im Einsatz waren.

Zuletzt hatte Mitte Februar ein Feuerteufel rund 60 Festmeter Holz in Balve in Brand gesetzt.

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