1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Festspielverein plant „Winterzauber“

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Die Jahreshauptversammlung des Festspielvereins fand erstmals in der Gransauer Mühle statt. Nach dem offiziellen Teil weihten die Mitglieder ihr neues Vereinsheim in geselliger Runde ein.
Die Jahreshauptversammlung des Festspielvereins fand erstmals in der Gransauer Mühle statt. Nach dem offiziellen Teil weihten die Mitglieder ihr neues Vereinsheim in geselliger Runde ein. © Kolossa, Julius

Der Festspielverein Balver Höhle hat am Samstag sein neues Domizil in der Gransauer Mühle mit seiner Jahreshauptversammlung eingeweiht.

Zum ersten Mal fand diese Versammlung damit im eigenen Vereinsheim statt. 41 Mitglieder nahmen teil, und nahmen viele gute Eindrücke von den geleisteten Arbeiten mit, aber auch, dass der Festspielverein überlegt, im nächsten Jahr einen „Winterzauber“ in der Balver Höhle auszurichten.

Dieser Antrag kam von Mitglied Heinz Rapp, der seinen Verein in der kulturellen Weiterentwicklung auf einem guten Weg sieht, und sich vorstellen könnte, diesen mit einer weiteren Nutzung der Höhle im Herbst und Winter fortzusetzen. „Im Eingangsbereich eine Eisfläche, die Jung und Alt zur Verfügung steht, umrahmt von Verkaufsständen, die Adventliches und Weihnachtliches anbieten. Im Bereich der Musikbühne ein Verweilort zum Essen und Trinken mit Blick auf das Eis und die Marktstände. Im Eingangsbereich oder am Ende des linken oder rechten Höhlenarmes als Dauereinrichtung das Balver Krippenspiel, welches an den Adventswochenenden bespielt wird“, erläuterte Rapp. Auch der Nikolausgang könne hier stattfinden sowie Weihnachtskonzerte und ein großer Adventskalender. Heinz Rapp hatte diesen Antrag ebenfalls den St.-Sebastian-Schützen als Betreiber der Höhle mitgeteilt, die er als Organisatoren mit einbeziehen möchte.

Vorsitzender Koch: „Eine super Idee“

„Die Realisierung ist sehr gut möglich“, glaubt Rapp. Immerhin sei die Höhle ein Unikat, das für eine solche Veranstaltung bestens geeignet sei. Bei den Verantwortlichen des Festspielvereins stieß der „Winterzauber“-Vorschlag auf positive Resonanz. Vorsitzender Lukas Koch sagte: „Eine super Idee, die auch bei den Akteuren des Krippenspiels für mehr Motivation sorgen könnte.“ Ohne einem Ergebnis vorgreifen zu wollen, müsse dieser Vorschlag aber mit allen Beteiligten, darunter auch dem Fachhandel, besprochen werden. Dann könne frühestens zur Weihnachtszeit 2022 mit einer Realisierung gerechnet werden.

Die Gransauer Mühle ist das neue Domizil des Festspielvereins.
Die Gransauer Mühle ist das neue Domizil des Festspielvereins. © Kolossa, Julius

Dann liegt hinter diesem Verein ein Jahr mit hoffentlich mehr durchgeführten Veranstaltungen als coronabedingt 2019 und 2020. Geplant ist die Premiere des Familienmusicals „Jim Knopf“ in der Höhle am 7. Mai, und der erste von sechs „Musicalzaubern“ ist für den 13. Mai terminiert. Bereits 2016 fand dieses Event statt, bei dem das Ensemble des Festspielvereins in der Aula der Realschule ein Medley von Musicals aufführte. Die Neuauflage soll nun in der Höhle stattfinden. Außerdem werden ausgerichtet: die Nacht der Tenöre am 10. Juni und Irish Folk vom 4. bis 6. August.

Finanziell mit einem blauen Auge davon gekommen

All dies soll für Einnahmen sorgen, die dem 270 Mitglieder zählenden Verein während der Corona-Pandemie wegbrachen. „Wir sind finanziell mit einem blauen Auge davongekommen“, so Lukas Koch. Das Jahresminus in Höhe von 42 000 Euro wurde durch die Kulturüberbrückungshilfe der Bezirksregierung Arnsberg ausgeglichen.

Wieder komplett ist seit Samstag der Vereinsvorstand, nachdem Thomas Münch zum Pressesprecher (für Sven Paul) gewählt wurde. Nach dem offiziellen Teil wurde das Vereinsheim beim geselligen Teil seiner Bestimmung übergeben. Das Mobiliar stammt aus dem Drostenkeller, aber auch aus dem Nachlass vom Neuenrader MGV Liedertafel.

Auch interessant

Kommentare