Nach langer Corona-Pause

Festspielverein: Ensemble nimmt Arbeit wieder auf

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Nach einer langen coronabedingten Zwangspause haben in dieser Woche wieder die Proben zum Stück „Der Gott des Gemetzels“ begonnen. Zu sehen sein soll das Stück des Festspielvereins ab Anfang Dezember in der Sokola.de in Langenholthausen.

Balve – Komödie und Tragödie liegen dicht beieinander in dem Theaterstück „Der Gott des Gemetzels“ des Festspielvereins Balver Höhle, für das nach sechs Monaten Probenpause wegen der Corona-Pandemie wieder die Arbeiten begonnen haben.

„Dieses Stück lebt von den Charakteren, die eigentlich einen verantwortungsvollen Umgang miteinander pflegen wollen“, gab Regisseurin Marie Neuhaus-Schwermann im Gespräch mit der Redaktion eine kurze Zusammenfassung der Handlung. All dies mit der Vermögensberaterin Annette (gespielt von Chris Allhoff), die mit Bioladen-Händler Michael (Darko Tesic) verheiratet ist, sowie Buchhändlerin und Schriftstellerin Veronique (Michaela Butterweck), die mit Anwalt Alexander (Jörg Leiß) ein Paar bildet. Zusammen kommen die Paare wegen einer handfesten Auseinandersetzung ihrer Söhne, die von den Eltern eigentlich ganz zivilisiert geklärt werden sollen. 

Dann aber entwickelt sich alles ganz anders. „Es fallen nach und nach die Masken“, so Neuhaus-Schwermann. 

Aufführungen mussten mehrfach verschoben werden

Seit mehr als einem Jahr wird geprobt an diesem von Yasmina Reza im Jahr 2006 geschriebenen Theaterstück. „Erste Aufführungen sollten im Dezember sein, doch dann kam eine Erkrankung eines Schauspielers dazwischen. Und als wir dann vorhatten, während der Spielzeit des Musicals in der Höhle aufzutreten, machte uns das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.“ Neu im Team für den aus persönlichen Gründen ausgeschiedenen Thomas Riedel der Iserlohner Darko Tesic. Bühnenerfahrung bringt dieser von der Mendener Schaubühne mit, bei der Neuhaus-Schwermann ebenfalls Regie führt. 

Textsicher sind die Schauspieler, die in ihren Rollen aufgehen. „Was machen wir nur mit dem Kamasutra?“, blickt Veronique fassungslos auf dieses Buch, an dem viele Erinnerungen hängen. Annette hat sich soeben darüber übergeben. Ein Eimer, geholt von ihrem Mann Alexander, kam etwas zu spät. Auch ein Werk von Francis Bacon und von Oskar Kokoschka kamen zu Schaden, so dass eine intensive Reinigung erforderlich ist. Es gibt aber viel noch mehr ins Reine zu bringen in dieser Gesprächsrunde, zu der sich die Paare im Wohnzimmer von Veronique und Alexander getroffen haben. 

Zwei Sofas, ein Tisch und eine durchgängige Szene

Das war es dann auch schon an Handlungsorten in „Der Gott des Gemetzels“, mit dem die Winter-Theatersaison vom Festspielverein nach vierjähriger Pause wieder neu begründet werden soll. Eine kleine Gruppe spielt kleines Theater an einem Tisch und in zwei Sofas und dies in einer einzigen durchgängigen Szene. So war die Idee der Regisseurin, die im vergangenen Jahr damit auf das Interesse des Festspielvereins stieß, und ein spielfreudiges Quartett zusammenstellte. 

„Das ist etwas ganz Besonderes für das Publikum“, findet die Regisseurin, die ihr erstes Winter-Theaterstück in Balve auf die Bühne bringt. Sie verspricht eine Alltagskomödie, die in der Sokola.de in Langenholthausen aufgeführt werden soll. „Dieses kleine Stück verlangt nach einem gemütlichen, angemessenen und passenden Rahmen“, sagt die Regisseurin. Dazu passen die maximal 50 Plätze in jeder der fünf Vorführungen. „Wir mussten auch deswegen umplanen, weil uns die Aula im Schulzentrum nicht zur Verfügung steht.“

Die Aufführungen finden in der Sokola.de in Langenholthausen statt. Und dies an folgenden Terminen: Freitag, 4. Dezember, ab 20 Uhr; Samstag, 5. Dezember, ab 19 Uhr; Sonntag, 6. Dezember, ab 16 Uhr; Samstag, 9. Januar, ab 19 Uhr; Sonntag, 10. Januar, ab 16 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des Festspielvereins an der Garbecker Straße 5 (Tel. 02375/1030). Tickets gibt es zum Stückpreis von 12 Euro. Jugendliche zahlen 10 Euro.

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