Bei Absage der Spielzeit 2020

Festspielverein in Balve droht die Insolvenz

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Hoffen weiter darauf, in diesem Jahr in der Höhle spielen zu können: Ensemblesprecher Jörg Leiß und Vorsitzender Lukas Koch.

Balve – Um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu minimieren, sind seit dem Wochenende praktisch alle Versammlungen und Veranstaltungen abgesagt. Und doch herrschte am Samstag an der Balver Höhle emsiger Betrieb.

Lastwagen und Transporter fuhren hier vor, wurden entladen. 

Es war der Festspielverein Balver Höhle, der diesen Arbeitseinsatz als alljährlichen Höhleneinzug initiierte. Dabei werden die Bühnenkulissen und andere Materialien für das aktuelle Musical, in diesem Jahr „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ vom 2. Mai bis 7. Juni, in die Balver Höhle gebracht und dort aufgebaut. Im Interview mit dem SV äußern sich Vereinsvorsitzender Lukas Koch und Ensemblesprecher Jörg Leiß über die Spielzeit 2020 in der Balver Höhle – und was ein Ausfall der Saison für den Verein bedeuten würde. 

Überall werden derzeit Veranstaltungen abgesagt, warum haben Sie den Höhleneinzug dennoch durchgeführt? 

Lukas Koch: Wir sind uns der aktuellen Situation bewusst, müssen aber jetzt handeln, weil alle Veranstaltungen vorerst nur bis Ostern abgesagt wurden. Wir haben uns entschieden, den Bühnenaufbau durchzuführen, weil wir sonst nicht aufführen könnten. Die Tribüne ist bereits vor einigen Tagen aufgebaut worden, sodass wir mit dem Aufbau der Bühne starten. 

Welche Schutzmaßnahmen für die Helfer greifen? 

Lukas Koch: All das, was vom Robert-Koch-Institut empfohlen wird: Jeder muss sich die Hände desinfizieren, Schutzhandschuhe tragen und Abstand halten. Auf die Einhaltung all dessen wird geachtet – wir sind uns des Risikos bewusst. 

Warum gehen Sie dieses Risiko ein? 

Lukas Koch: Wenn wir jetzt alle Aufführungen ohne Absicherung von Banken, Kreis und Stadt absagen würden, wäre der Verein insolvent. Wie für Veranstaltungen ab Ostern entschieden wird, müssen wir abwarten. Bis dahin gehen wir aktuell von Aufführungen aus. Eventuell werden wir dann absagen müssen. 

Wie geht das Ensemble mit dieser Situation um? 

Jörg Leiß: Alle wissen Bescheid, stellen sich darauf ein. 

Lukas Koch: In Absprache mit der Regisseurin Marie Neuhaus-Schwermann werden alle Proben bis Ostern ausgesetzt. Gesang und Texte sind zu Hause einzustudieren. 

Was findet bis dahin in der Höhle statt? 

Lukas Koch: Hier wird die Bühne aufgebaut von einem kleinen, erfahrenen Team. Wie gesagt, noch besteht keine Veranlassung zu einer Absage unseres Musicals.

Eintrittskarten für die Musicalaufführungen des Festspielvereins können online auf der Seite www.festspiele-balver-hoehle.de bestellt werden. Erwachsene zahlen pro Stück 13 Euro, Kinder (bis 15 Jahre) 9 Euro, Jugendliche 11 Euro und Kinder bis drei Jahre, die keinen eigenen Sitzplatz benötigen, haben freien Eintritt. Zudem bietet der Verein eine Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder zum Preis von 39 Euro an. Das Musical wird zwischen dem 2. Mai und 7. Juni insgesamt 16 Mal aufgeführt.

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