Festspiele müssen Regie neu vergeben

Regisseurin Gabi Krieger und ihr Co-Regisseur Josef Bertsch haben die Regie bei den Festspielen Balver Höhle abgegeben.

BALVE ▪ Die Festspiele Balver Höhle müssen sich nach einem neuen Regisseur für ihre Märchen-Inszenierungen umschauen. Die bisherige Chef-Regisseurin Gabi Krieger (59) und ihr Co-Regisseur Josef Bertsch (64) haben ihre Ämter aufgegeben.

„Sie haben am Montag um ein kurzfristiges Gespräch mit unserer Vorsitzenden Lisa Grefe und dem stellvertretenden Vorsitzenden Theo Bösterling gebeten und ihnen ihre Entscheidung mitgeteilt“, sagte Festspiele-Pressesprecherin Uta Baumeister gestern auf Nachfrage des Süderländer Volksfreunds.

Als Grund für ihren Rücktritt nannten sowohl Krieger als auch Bertsch die hohe Arbeitsbelastung. „Wir hatten uns das schon während der Proben zu Pippi Langstrumpf überlegt. Es war einfach zu viel Stress“, erklärte Bertsch, der gleichzeitig Spekulationen über Unstimmigkeiten im Ensemble zurückwies: „Wir wollen beide dem Ensemble treu bleiben und als Schauspieler weiter mitmachen.“ Gabi Krieger bestätigte diese Darstellung: „Wir haben nach der letzten Aufführung von Pippi Langstrumpf noch eine Woche gewartet, wollten die Angelegenheit aber auch nicht auf die lange Bank schieben. Jetzt hat der Vorstand genug Zeit, um zu reagieren.“

Gabi Krieger und Josef Bertsch hatten das Ensemble der Festspiele Balver Höhle zu drei Märcheninszenierungen hintereinander geführt: Peter Pan (2008), Der kleine Muck (2009) und Pippi Langstrumpf (2010).

Der stellvertretende Festspiele-Vorsitzende Theo Bösterling bedauerte die Entscheidung des Regie-Duos, das in den zurückliegenden drei Jahren gute Arbeit geleistet habe. Der Vorstand müsse sie allerdings akzeptieren und nun den Blick nach vorne richten. „Wir haben inzwischen auch schon Gespräche mit drei möglichen Nachfolgekandidaten geführt“, sagte Bösterling. Der Vorstand habe sowohl eine interne wie auch eine externe Lösung auf dem Zettel, und auch die zuletzt erfolgreiche Variante mit einem Regie-Duo sei denkbar. Die Kandidaten sollen sich nun bis Anfang Juli äußern, ob sie sich die Aufgabe zutrauen, dann wolle der Vorstand eine Entscheidung treffen, teilte Bösterling mit.

Gleichzeitig solle dann die Entscheidung über das Stück fallen, das im Jahr 2011 in der Balver Höhle gespielt werden soll. „Wir haben drei Stücke in die engere Auswahl genommen“, berichtete Bösterling. ▪ vg

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