100.000 Festmeter Borkenkäferholz bis Jahresende in Balve

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Verladung von Borkenkäferholz: Im Beckumer Steinbruch wird derzeit täglich Borkenkäferholz in Container verladen, um zum Hafen nach Antwerpen transportiert zu werden.

Balve - Reger Betrieb herrscht seit einiger Zeit wieder im Beckumer Steinbruch. Täglich fahren mehrere Lastwagen mit Containern als Ladung aus dem stillgelegten Betrieb. Bruchsteine befinden sich allerdings nicht in den großen Containern.

„Hier organisiert das Regionalforstamt Märkisches Sauerland derzeit einen großen Containerverladeplatz für den Export von mit Borkenkäfern befallenem Holz aus den östlichen Revieren des Märkichen Kreises und den angrenzenden Gebieten“, teilte Richard Nikodem, Revierförster in Balve, mit. 

In dieser Woche werden 2600 Festmeter Holz aufgeladen und nach Antwerpen gefahren. Von dort aus findet der Weitertransport per Schiff nach China, Korea und Japan statt, wo das heimische Fichtenholz zu Konstruktionsholz für die Bauindustrie verarbeitet wird. „Normalerweise versuchen wir das Holz möglichst in der Region zu verkaufen, aber bei der derzeitigen Verstopfung des Holzmarktes durch die großen Holzmengen, die der Borkenkäfer befallen hat, ist dies eine ganz wichtige Option für uns“, so der Revierförster. 

Aufarbeitung hat oberste Priorität

Für Richard Nikodem hat die Aufarbeitung des Käferholzes derzeit oberste Priorität. In den Balver Wäldern liegen noch rund 2000 Festmeter, die darauf warten, auf diesen Verladeplatz gefahren zu werden. Denn: Wenn sich die Borkenkäfer bei Temperaturen ab 15 Grad Celsius wieder daran machen, neue Nistplätze in 500 Metern Entfernung anzufliegen, sollen sie dies möglichst fernab des Waldes tun, meint der Förster: „Dann entweder im Steinbruch oder aber im Container.“ 

Mit schwerem Gerät werden die Stämme in die Lastwagen verladen. Allein in dieser Woche werden 2600 Festmeter abgefahren.

Dort kann nämlich kein Schaden mehr angerichtet werden. Und um den Gesamtschaden im Wald so gering wie möglich zu halten, soll so schnell wie möglich jede erkrankte Fichte gefällt und abtransportiert werden. 

Lhoist-Gruppe stellt Platz zur Verfügung 

Den Lagerplatz dafür stellt die Lhoist-Gruppe (einst Rheinkalk) dem Regionalforstamt kostenlos zur Verfügung. Damit fällt die auch schon ins Gespräch gebrachte Nasslagerung in der Blauen Lagune in Asbeck weg. In diesem Jahr sollen vom Standort Beckum aus etwa 100 000 Festmeter Fichtenholz verladen werden. Das sind täglich zwölf Container-Lkw, die sich auf den Weg nach Beckum und auf dem Rückweg durch das Sauerland Richtung Containerhafen Antwerpen machen.

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