Ferienzeit: Baumaßnahmen an Balver Schulen

BALVE ▪ Auch wenn sich die Balver Schüler gestern für sechs Wochen in die Sommerferien verabschiedet haben, wird es an den Schulen nicht ruhig. Denn die Stadt führt in dieser Zeit viele Arbeiten durch. Auch am Rathaus und im Kindergarten Eisborn rücken in den kommenden Wochen die Bautrupps an. Von Annabell Niemand

Die umfangreichsten Arbeiten stehen an der Realschule an. Dort wird, so berichtet Verwaltungsmitarbeiter Ernst-Reiner Schulte, das Dach des Klassentrakts erneuert. Bereits am Montag beginnen die Dachdecker mit der Arbeit. 220 000 Euro hat die Stadt für diese Maßnahme veranschlagt. Zudem werden einige Außenwände der Schule gedämmt. Weitere 200 000 Euro sind hierfür eingeplant.

„Außerdem wechseln wir den Transformator“, sagt Schulte. Seitdem die Realschule mit einer Hackschnitzelanlage und einem gasbetriebenen Blockheizkraftwerk beheizt wird, seien zwei der drei Transformatoren überflüssig. Und auch der verbleibende wird – nicht zuletzt, um die Brandgefahr zu minimieren – ausgelagert. „Wir bauen ein Trafohaus neben der Schule.“ Kostenpunkt: 110 000 Euro. In dem freiwerdenden Raum soll später das Archiv der Stadt beheimatet werden.

Auch an der Hauptschule werden viele Handwerker im Einsatz sein. Für rund 7 000 Euro wird in der Turnhalle eine Wand neu verkleidet. Die Kunststoffpaneele seien inzwischen porös. „Da schießen sie uns beim Fußball schon Löcher rein“, beschreibt Schulte. Außerdem soll die Fluchtwegsituation für 20 000 Euro verbessert werden. Unter anderem soll ein zweiter Rettungsweg geschaffen, der bestehende sicherer gemacht werden.

Weiter geht es mit den Maßnahmen auf der Jungentoilette der Schule. Bereits am Donnerstag wurde dort die Decke rausgerissen. In den nächsten Tagen gehen die Arbeiten weiter. Unter anderem können die Schüler nach den Ferien wasserlose Urinale bestaunen. „Die haben wir schon in der Grundschule Balve eingebaut und damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Schulte. „In erster Linie wollen wir jede Menge Wasser sparen.“ Bevor gespart wird, kostet die Maßnahme erst einmal rund 35 000 Euro.

In eine Baustelle wird sich auch die Grundschule Beckum verwandeln. Eine Brandschutz-Maßnahme steht an. „Um eine Außentreppe zu vermeiden, wird ein Sicherheitstreppenhaus eingerichtet“, erklärt Ernst-Reiner Schulte. Rauchschutztüren ersetzen die bisherigen. Zudem gibt es einen Rauch- und Wärmeabzug. Etwa 15 000 Euro investiert die Stadt hier.

Um den Brandschutz drehen sich auch die Arbeiten im Kindergarten Eisborn. Allerdings beginnen sie dort erst, wenn auch die Kindergartenkinder in den Ferien sind. Für die vorhandene Außentreppe gibt es einen Durchbruch. Rauchschutztüren werden eingesetzt. Außerdem: „Es wird eine Verbindungstür zwischen zwei Gruppenräumen geschaffen, damit die Kinder im Notfall ohne über den Flur gehen zu müssen, die Nottreppe erreichen.“

Die Vorder- und Westseite des Rathauses sind bereits eingerüstet. Die Fassade wird für 100 000 Euro mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen.

Überwiegend übernehmen Unternehmen aus Balve die Arbeiten. Auch an den anderen Schulen werden kleinere Reparaturen ausgeführt.

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