Ein Ferientag im Museum für Vor- und Frühgeschichte Wocklum

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Lilly und Rosalie aus Hamm wollten eigentlich an die Sorpe, das Wetter machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Wocklum - Die zwölfjährige Lilly und die ein Jahr jüngere Rosalie aus Hamm wollten eigentlich zur Sorpe, sind aber wegen des schlechten Wetters im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Wocklum gelandet. „Hier waren wir noch nie“, verrieten sie.

In einem Ausflugslokal haben sie einen Flyer des Museums gefunden und sofort beschlossen, den Ferientag in Wocklum zu verbringen. 

Und ihre Entscheidung haben sie nicht bereut. Lilly: „Schön, dass hier nicht nur alles beschrieben, sondern auch ausgestellt wird.“ Rosalie mag es, dass die Exponate auch zum Teil nachgebaut sind, um einen Eindruck vom ursprünglichen Entstehungszustand zu vermitteln. „Dieses Museum spricht auch Kinder an“, lautete ihr Fazit. Langsam gingen sie durch die Gänge, an den Vitrinen und Schaukästen vorbei, sahen die Fossilien und Werkzeuge und blieben fasziniert vor den Dinosaurier-Modellen stehen. 

Museumsleiterin Ulrike Knips.

Mit Museumsleiterin Ulrike Knips kamen sie ins Gespräch über Größe und Farbe der Dinos, und ob diese auch Federn gehabt hätten? Mit diesem Besuch war der Aufenthalt der Mädchen in Wocklum aber noch nicht zu Ende. „Kommen wir über diese Treppe neben dem Mammut auch zur Luisenhütte?“, fragte Lilly und Knips gab gerne Auskunft.  Michael Bathe, dem im Rathaus der Kulturbereich unterstellt ist, wusste um steigende Besucherzahlen in den ersten beiden Monaten dieser Saison. 8,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr habe der Märkische Kreis gezählt, teilte er auf Anfrage mit. 1500 Besucher waren es bei der Saisoneröffnung, 550 im gesamten Mai und 436 im Juni. 

Weißes Picknick im September

„400 waren es im Juni 2016“, blickte Bathe auf die Zahlen der Vorsaison zurück.  Er sah eine erfreuliche Entwicklung, wusste aber: „Wir müssen dieses Kleinod in Wocklum noch bekannter machen.“ Deswegen findet auf dem Museumsgelände am Tag des offenen Denkmals, 10. September, ein Weißes Picknick statt, für das jeder einen Tisch für fünf Euro bei Ulrike Knips, museumbalve@gmail.com, reservieren kann. Ganz in Weiß gekleidet, sollen dann Jung und Alt ab 17 Uhr beieinander sitzen und das Essen aus den mitgebrachten Picknickkörben miteinander teilen. Elo Badura soll dieses Festmahl musikalisch begleiten. 

Wenig später, am 13. September, werden sich die Mitglieder vom Kulturausschuss dort während ihrer Sitzung ein Bild über den Standort und die mögliche Weiterentwicklung machen. Diskutiert werden soll, so Bathe, ob und wie der alte Turbinenraum mit in das Museum einbezogen werden kann?

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