Ferienspiele an der Luisenhütte: Zeitreise in das Jahr 1628

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Entspannung nach getaner Arbeit: In der Kneipe der Ferienspiele wird gewürfelt.

Balve - Erst einmal eine Suppe mit viel Wurst – die Pause haben sich die Schmiede, Maler, Näherinnen und Köche verdient. Den ganzen Morgen haben sie an der Luisenhütte ihre Arbeit verrichtet, und dies als Handwerker im Jahr 1628.

Seit Dienstag läuft wieder die Sommerferienaktion der Museen des Märkischen Kreises, die die Kinder für vier Tage in eine andere Zeit eintauchen lässt. 40 Mädchen und Jungen sind es, die diesmal teilnehmen. „In den vergangenen Jahren waren es 55 bis 60 Kinder“, sagte Bernadette Lange, Museumspädagogin. Aber auch mit weniger Teilnehmern funktioniert das Konzept der Ferienspiele. So erlebten die Teilnehmer zum Auftakt eine Zeitreise in den Dreißigjährigen Krieg mit vielen merkwürdigen Ereignissen: Brunnen werden vergiftet, auf einigen Feldern verdorrt Getreide, in einigen Ställen sterben plötzlich Kühe. Der Hexenjäger Caspar Reinhartz ist vor Ort, um der Ursache hinter diesen Ereignissen auf den Grund zu gehen. 

Jeden Tag gibt es neue Wendungen 

Darauf baut der Ablauf der Ferienspiele auf; jeden Tag gibt es neue überraschende Wendungen, die die Organisatoren mit eingebaut haben. Ein Soldat der hessischen Truppen treibt sich herum, auf den die Wachen aufpassen müssen und es entsteht ein Verdacht der Hexerei gegen die Frau des Bronzegießers. 

Für die Teilnehmer wird täglich eine warme Mahlzeit über dem offenen Feuer frisch zubereitet.

All dies fließt mit ein in die Organisation des Alltags mit Feuermachen, Einkaufen, Kochen und Arbeiten – Langeweile gibt es also nicht. Wer doch etwas Lust auf Abwechslung verspürt, der geht in die Kneipe, wo das verdiente Geld beim Würfelspiel gesetzt werden kann. 

Alles konzentriert sich auf engstem Raum 

Dieses historische Spiel findet nur auf der Wiese neben der Rampe der Luisenhütte statt, der Stollen wird 2018 nicht mit eingebunden. So konzentriert sich alles auf engstem Raum: Das Lernen von Formen, Gießen, Schmieden, Malen und Nähen jeweils innerhalb der eigenen Gruppe, aber auch das Auskommen mit den anderen Handwerkern und vor allem mit den Botschaftern des Hexenjägers. Wie sich das Ganze am Freitag auflöst, das wird an dieser Stelle aber nicht verraten, sondern sollte einfach erlebt werden. 

Eine spontane Teilnahme für die letzten beiden Tage von jeweils 10 bis 16 Uhr ist noch möglich. Für 20 Euro pro Tag können Interessierte kurzfristig mitmachen. Für Essen und Trinken ist gesorgt, es wird täglich über offenem Feuer eine warme Mahlzeit zubereitet.

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