Samba-Express statt Wallfahrt

Aus der Felsenmeerstadt Hemer hatten sich diese Matrosinnen gemeinsam mit ihrer Kapitänin nach Volkringhausen aufgemacht.

VOLKRINGHAUSEN -  Die Närrinnen waren los am Tag der „Weiberfastnacht“ in Volkringhausen. Kreativ verkleidet nahmen etwa 180 Frauen an der kfd-Karnevalssitzung teil – einige Teilnehmerinnen machen daraus eine Tradition.

Von Julius Kolossa

Seit 30 Jahren ist eine Frauengruppe von der Platten Heide dabei, seit 25 Jahren kommen einige aus Menden, Unna und Fröndenberg, und die Matrosinnen mit ihrer Kapitänin kommen aus der Felsenmeerstadt Hemer. Auch diesmal wurden diese Besucherinnen und die anderen aus der näheren Umgebung vom Volkringhausener Frauenkarneval nicht enttäuscht.

Mechthild Szyszka, Roswitha Lamm und Monika Schwabbauer führten durch das Programm, das stimmungsvoll mit dem Auftritt der kfd begann. „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“, „Ich will einen Cowboy als Mann“ und „Hol das Lasso raus“, waren die stimmungsvollen Schlager, die den Auftakt begleiteten. Es folgte ein Sketch von zwei Frauen, die sich auf eine Wallfahrt nach Kevelaer machen wollten, und irrtümlich in den Samba-Express nach Königswinter eingestiegen waren. In einem weiteren Auftritt brachte ein Beamter mit seinem Dienst nach Vorschrift einen Hausmeister fast zur Verzweiflung, der nur den Schlüssel für die Toilette haben wollte. Im weiteren Verlauf des Programms ging es um die exakte Planung nach Hundebissen und wie der Wahrheitsgehalt von Kinderworten gewichtet werden darf.

Zum Programm gehörte auch die Volkringhausener Tanzgarde, die „Rainbow-Colours“, die wieder mit ihrem Garde- und einem Showtanz auftraten, und dafür mit einer Rakete verabschiedet wurden. Erstmals dabei war der Tribalstamm Mona Ra, der nach mittelalterlicher Musik tanzte. Auch diese Tänzerinnen, angeleitet von „Monakira“, bekamen eine Rakete. Und nach den Darbietungen zum „Euro-Norm-Gebiss“ und „Arztbesuch“ kamen alle elf Akteurinnen der kfd zum Finale auf die Bühne. „Lambada“, „Du hast mich 1000 mal belogen“, „Millionen Lichter“ sowie „Peter Wackel“, „Andreas Gabberle“ und der „Vox-Club“ waren bei dieser Hitparade zu hören.

Und danach machte Kapellmeister Ronald Raabe wieder Stimmung; lange ließen sich die Frauen nicht bitten, um mitzusingen, zu schunkeln und zu tanzen.

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