Geschichtspark in Balve

Fast 900.000 Euro fließen für touristisches Großprojekt in den MK

Finanzielle Unterstützung für das Geschichtspark-Projekt: Ministerin Ina Scharrenbach (2. von rechts) übergab den Förderbescheid an (von links) Hubertus Mühling, Jakob Graf von Landsberg-Velen, Thorsten Schick, Inge Blask und Marco Voge.
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Finanzielle Unterstützung für das Geschichtspark-Projekt: Ministerin Ina Scharrenbach (2. von rechts) übergab den Förderbescheid an (von links) Hubertus Mühling, Jakob Graf von Landsberg-Velen, Thorsten Schick, Inge Blask und Marco Voge.

Was Ina Scharrenbach (CDU) im September bei ihrem Besuch der Balver Höhle versprochen hatte, setzte die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes am Mittwoch in die Tat um.

Balve - Scharrenbach übergab die Fördersumme in Höhe von 890 600 Euro für die Gestaltung des „Geschichtsparks Balve“.

Der Förderverein für die Luisenhütte hatte den Antrag auf Förderung gestellt, um das touristische Großprojekt in der Hönnestadt verwirklichen zu können. Deshalb war es nun auch Jakob Graf von Landsberg-Velen als Vereinsvorsitzender, der die Förderzusage offiziell entgegennehmen durfte. An der kleinen Feierstunde nahmen auch die Landtagsabgeordneten Inge Blask (SPD), Thorsten Schick, Landrat Marco Voge und Bürgermeister Hubertus Mühling (alle CDU) teil.

90 Prozent der Gesamtkosten trägt das Land

Letzterer war rundum zufrieden: „Das ist eine finanziell smarte Lösung.“ Denn mit diesem Geld werden 90 Prozent der Summe gefördert, die das Geschichtspark-Projekt kosten soll. Die restlichen zehn Prozent teilen sich die Stadt Balve und der Märkische Kreis. „Mit diesem Geschichtspark wird das gefördert, was Menschen verbindet“, lobte die Ministerin. „Dies sind der Balver Rundweg, die Öffnung der Balver Höhle mit einem barrierefreien Zugang und die mediale Aufwertung der Luisenhütte und des Museums für Vor- und Frühgeschichte.“

Fertigstellung im ersten Halbjahr 2023

Bis der „Geschichtspark Balve“ eröffnet werden kann, bleibt noch einiges an Arbeit. So wies Hubertus Mühling darauf hin, dass in diesem Jahr noch mehrere Planungsbüros mit der Konzeption dieses Tourismusprojektes beschäftigt sind. „2022 wird mit den ersten Arbeiten anfangen, sodass eventuell im ersten Halbjahr 2023 mit der Fertigstellung gerechnet werden kann“, so Mühling. Danach soll der „Geschichtspark Balve“ seiner Bestimmung übergeben werden.

All dies wurde vor mehr als einem Jahr als Idee von der Stadt zusammengestellt, um über das „Heimatzeugnis NRW“ vom Land gefördert zu werden. Nun hatte der Antrag Erfolg. Ina Scharrenbach: „Das Geld ist gut angelegt.“

Wanderweg verbindet geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten

Um das Projekt Geschichtspark mit Leben zu füllen, wird der vorhandene Wanderweg L1, der die geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten Balver Höhle, Schloss Wocklum, Luisenhütte und den Burgberg verbindet, mit QR-Codes aufgewertet. Zentraler Einstiegsort für den Geschichtspark mit insgesamt bis zu 18 Stationen auf dem vier Kilometer langen Rundweg soll die künftig öffentlich zugängliche Höhle werden. Dafür wird der komplette Eingangsbereich umgestaltet, unter anderem ein Besucherzentrum entstehen. Hubertus Mühling: „Die Neugestaltung des Schützenheims gehört allerdings nicht zu diesem Förderprogramm – hier sind die Schützen selbst in der Planung.“

Eine Übersichtskarte über den „Geschichtspark Balve“ soll in der „Hüttenschänke“ der Luisenhütte installiert werden. Alle Sehenswürdigkeiten sind hier miteinander verbunden, Informationen per Knopfdruck abrufbar.

Luisenhütte wird aufgewertet

Aber nicht nur durch diese Übersichtskarte soll ein Besuch der Luisenhütte, die seit Jahren um Besucher kämpft, attraktiver werden. Das Erlebnismuseum wird digital und medial aufgewertet, um auch den Anforderungen und Bedürfnissen der jüngeren Generation entgegenzukommen.

Zum Gesamtkonzept „Geschichtspark Balve“ sagte Ina Scharrenbach an die Verantwortlichen gerichtet: „Hier nehmen Sie die Menschen mit in ihre Geschichte, und darauf können Sie stolz sein.“

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